Hochbeet aus Metall

Hochbeete aus Metall: Edel und stabil

Auch bei Hochbeeten aus Metall gibt es unterschiedliche Ausführungen. Hier entscheidet vor allem der persönliche Geschmack und der Stil der restlichen Gartenanlage über das zu verwendende Material.
Besonders modern wirken vor allem Hochbeete aus glattem oder mattem Edelstahl. Dieses hat vor allem zum Vorteil, das es als Grundlage für das Hochbeet eine fast unbegrenzte Lebensdauer hat. Durch die Legierung rostet der Stahl sehr langsam und sollten durch Kontaktkorrosion doch einmal Rostspuren auftreten, reicht schon ein wenig Pflege, um den Stahl wieder zum Glänzen zu bringen.

Für Nostalgiker empfiehlt sich eine besonders auserlesene Variante des Metallhochbeetes: Edelrost, auch als Cortenstahl bekannt, wirkt robuster und zugleich rustikaler in der Optik. Die auf dem Markt gängigen Modelle bestehen meistens aus Cortenstahlblech und sind mit einer feinen Rostschicht überzogen.

Vorsicht ist hier beim Aufbau und Transport der Beete geboten: Die anfangs noch recht dünne Rostschicht färbt leicht ab (ist sogar in einigen Fällen vollständig abwaschbar). Nach etwa einem Jahr im Freien hat sich die Patina dann aber so verfestigt, dass sie kaum noch abfärbt. Eine besondere Pflege ist hier nicht von Nöten. Hochbeete aus Edelrost verlieren mit den Jahren an Materialstärke, da sich die Rostpatina durch die Stahlblechunterlage arbeitet. Doch mit einer Durchrostzeit von ca. 15 bis 20 Jahren haben diese Beetkonstruktionen noch immer eine deutlich höhere Lebenszeit als jene aus Holz.

Unser Tipp!

Wenn du dir ein Hochbeet aus Metall wünscht, solltest du dir vorher sehr genau Form und Standort des Beetes überlegen. Fertig verschweißte Metallhochbeete können nämlich nach dem Aufbau nicht mehr verändert werden. So ist bspw. eine Höhenaufstockung in den meisten Fällen nicht möglich, da die Schnittkanten der Hochbeete zur Sicherung umgebogen und gepfalzt werden und somit keine Fläche zum Aufsetzen weiterer Bleche bieten. Auch das Zurechtschneiden der Bleche mittels einem Dremel oder einer Blechschere ist eine mühsame Arbeit und wird von den meisten eher gescheut.

Pflege des Metall-Hochbeetes

Zum zusätzlichen Schutz für die Außenschicht gibt es spezielle Öle zum Auftragen. Sie dringen in die Porenschicht des Rostes ein, versiegeln diese vor Wasser und sichern sie so vor dem weiteren Rostprozess. Allerdings zeigen einzelne Erfahrungen mit Siegel-Öl, dass es zu Verfärbungen der Außenfläche des Hochbeetes kommt.

Hersteller erklären außerdem, dass keine Innenfolie benötigt wird, da die nasse Erde die Korrosion der Innenwand nur marginal befördert. Für eine Erhöhung der Lebensdauer empfiehlt sich aber trotzdem die Anbringung einer zusätzlichen Noppenfolie, die das Wasser von der Innenwand abhält und aus dem Beet ableitet.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Edelstahl elegante, zeitlose Optik Wärme- und Feuchtigkeitsdämmerung notwendig
lange Haltbarkeit schwer und unhandlich
nach Aufbau wenig veränderbar in der Form
ressourcenaufwendige Herstellung
Edelrost rustikale Optik Rostpatina färbt/löst sich anfangs ab
verringerte Haltbarkeit durch Rostpatina
schwer und unhandlich
wenig veränderbar in der Form
ressourcenaufwendige Herstellung
Aluminium leichter als Edelstahl weniger edle Optik
biegsamer Wärme- und Feuchtigkeitsdämmung notwendig
ressourcenaufwendige Herstellung

Was ist noch zu beachten?

Im Unterschied zu Holz ist Metall ein guter Wärmeleiter. Dies kann dir und deinem Beet in den heißen Sommermonaten Probleme bereiten, denn Hochbeete, die aus Metall bestehen, transportieren die Hitze des Tages ins Innere des Beetes. Dadruch neigt das Beet jedoch noch schneller zur Austrocknung als es Hochbeete durch ihren größeren Sickerungsfaktor ohnehin schon tun. Gegen diesen Effekt werden nässeunempfindliche Isolierplatten empfohlen, die sowohl vor zu großer Erhitzung der Erde durch die Außenhülle als auch vor zu großem Wärmeverlust schützen. Diese Platten bestehen meistens aus Polystyrolhartschaum (XPS Material).

Wenn du unbehandeltes Gemüse, Obst oder Kräuter in deinem Beet anbaust, wirst du auf die mögliche chemische Belastung dieser Kunststoff-Platten verzichten wollen. Dafür gibt es natürliches Dämmmaterial, das im Dachbau eingesetzt wird: Holzfaserplatten aus Weichholz, das eine extra Beschichtung gegen Feuchtigkeit und Nässe aufweist. (Mehr Infos zu den Dämmstoffen findest du auf den Herstellerseiten.)

Der Vorteil

Es dämmt die Erde und Wurzeln im Hochbeet sowohl gegen extreme Kälte als auch Hitze und besteht aus unbehandeltem Weichholz.

Der Nachteil

Weil diese Platten aus einem Naturstoff bestehen, verrotten sie ziemlich schnell (siehe dazu auch Hochbeete aus Holz). Doch da du die Erde in deinem Beet ohnehin alle 2 bis 3 Jahre wechseln solltest, kannst du bei dieser Gelegenheit auch gleich die ökologische Dämmung erneuern.