Hochbeet - Alle Infos von Hochbeetfreunde

Hochbeet

Die schönsten Beete der Welt: Hochbeete

Auf unserer Webseite möchten wir zukünftig für Hobbygärtner viele Informationen
rund um das Hochbeet sammeln und bereitstellen.



Die Idee des erhöhten Beetes, ist eine sehr alte, aber mit der Zeit in Vergessenheit geraten. Die einfachste Form sind aus Mist- und Komposthaufen "gewachsene", mit einfachen Holz oder Stein abgegrenzte Beete. Diese Technik ist z. B. bei alten Klöster- und Bauerngärten zu sehen. Doch ist die Erhöhung meist so gering, dass man sich weiterhin bücken muss.

Ein Hochbeet definiert sich vor allem über die erhöhte Pflanzfläche mit senkrechten Wänden von 80 cm bis 100 cm bei stehenden Arbeiten und 40 cm, wenn man im sitzen tätig ist. Auch überschreitet die Beettiefe(breite) nicht die max. doppelte Armlänge des Nutzers. Für diese Form des Beetes sind Drainageschichten unerlässlich, um einen zuverlässigen Wasserablauf zu gewährleisten. Eine sickerfähige Fläche oder natürlich gewachsener Boden unterstützen diesen Ablauf. Hochbeete können frei oder angelehnt im Garten integriert werden.

Erhöhte Pflanzfläche = bequemes Arbeiten

Zeichnung von einem Gärtner am Hochbeet

Was ist ein Hochbeet?

Unter einem Hochbeet versteht man Gartenbeete, welche nicht ebenerdig angelegt sind und eine erhöhte Pflanzfläche besitzen. Durch die Höhe der Beete fällt lästiges Bücken weg. Zudem haben Hochbeete weniger Unkraut und sind besser vor Schneckenbefall geschützt. Durch das zusätzliche Anbringen einer Abdeckung kann dann das Hochbeet als Frühbeet genutzt werden. Des Weiteren wird ein Hochbeet nicht umgegraben - Dadurch wird gewährleistet, dass die Schichtung des Erdreichs und die gebildete Fauna nicht durcheinandergebracht werden. Dies ist beim herkömmlichen Gartenbau nicht der Fall.

Einfaches Hochbeet aus Holz
Design-Hochbeet in Ellipsenform
Tisch Hochbeet Beispiel

Was ein Hochbeet auszeichnet

  • der Anbau ist überall möglich
  • rückenschonende Gartenarbeit
  • bis zu 3 mal höherer Ertrag
  • geringerer Unkraut- & Schneckenbefall
  • kann schon im Herbst als Komposter genutzt werden

Vor- und Nachteile eines erhöhten Beetes

Du bist noch nicht ganz überzeugt, ob ein Hochbeet das richtige für deinen Garten ist? Vielleicht helfen dir ein paar Fakten zu den Vor und Nachteilen.

Vorteile die überzeugen

Ein Hochbeet ist in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für Deinen Garten. Dein Gemüse wächst dank vieler Nährstoffe und der bei der Verrottung von Kompostabfällen freigesetzten Wärme optimal. Die Ernteerträge sind höher als bei herkömmlichen Beeten und auch der Schädlingsbefall ist geringer. Ein großer Vorteil ist die erhöhte Arbeitsfläche - Ein Hochbeet ermöglicht dir bequemes Arbeiten im Nutzgarten, ganz ohne Bücken. Sehr beliebt sind Hochbeete auch bei Stadtbewohnern, da Hochbeete auf verschiedensten Untergrund gebaut werden können und zudem platzsparend sind.

Nachteile eines erhöhten Beetes

Die Nachteile eines Hochbeets sind sehr überschaubar. Das neu anlegen bedeutet zunächst etwas Arbeit und kann bei einem Selbstbau zeitaufwendig werden. Hochbeete die aus Holz bestehen, benötigen eine spezielle Behandlung zum Schutz vor Nässe. Im Sommer an heißen Tagen sollte ein Hochbeet öfter gegossen werden um das Austrocknen der Erde zu vermeiden.

Werkzeugkiste

Hochbeete und die Ergonomie

Um eine Gelenk- und Rückenschonende Gartenarbeit gewährleisten zu können, eignen sich Hochbeete besonders gut. Richtungsweisend hierfür ist die Lehre "von der Anpassung der Arbeit an den Menschen" – die Ergonomie. Hauptziel dieser Wissenschaft ist die Verbesserung der Ausführungsbedingungen und Erleichterung der Arbeitsabläufe innerhalb des Arbeitsprozesses.

Die Ergonomie trägt zur Verbesserung des Alltagsleben bei, z.B. in Form von ergonomisch (körpergerecht) geformten Haushaltsgeräten und Möbeln. Wieso also nicht die Ergonomie auch in das Gärtnern integrieren? Ergonomisch in den Garten - mit Hochbeeten!

Hochbeet an den Gärtner anpassen

Um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen, ist es Ratsam den Garten bzw. das Hochbeet an die körperliche Reife und Leistungsfähigkeit anzupassen. Auch bei Krankheit, Behinderung oder den im Alter aufkommenden Schwierigkeiten kann ein Hochbeet die ideale Lösung für bequemes Gärtnern sein.

Doch auch für körperlich fitte, gesunde Menschen stellt ein Hochbeet eine echte Alternative zu jahrelangem Mühevollen umgraben und Erde aufhacken dar und ist eine Rückenschonende Alternative zum "normalen" Beet.

Der Wichtigste Fakt den du beim Bau eines Hochbeetes wissen sollten ist dein Körpermaß, danach solltest du deinen Arbeitsplatz anpassen. Auch solltest du beachten, dass sehr pflegeintensive Hochbeete auch Flächen zum Ausruhen, Abstellen, Aufbewahren von Werkzeugen und Einrichtungen für die Bewässerung benötigen.

Fakten für stehende Arbeiten am Hochbeet

  • Körpergröße & Beinlänge bestimmen Höhe
    (meist 85 cm bis 100 cm, auf Höhe des Beckenkamms)
  • max. 60 cm bis 70 cm tief
  • besonders Aufrecht steht man an einem Beet, wenn ein
    Untertritt von 14 cm (Höhe & Tiefe) vorhanden ist

Fakten für sitzendes Abreiten am Hochbeet

  • Beethöhe von 50 cm und 65 cm
  • niedrige Hochbeete eignen sich gut für hohe Kulturen
    (bspw. Tomaten); die Bodenvorbereitung erledigt man aber im sitzen

Tischbeet für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte

Zunehmend werden auch ergonomisch geformte Gartengeräte und Hilfsmittel entwickelt, um Senioren und Behinderten einen einfachen Einstieg und die Fortführung der Gartenarbeit zu ermöglichen. Verschiedene Therapien und Studien haben gezeigt, dass diese Tätigkeiten viele Krankheitsbilder wesentlich verbessern.

Als eine Sonderform hat sich das "Tischbeet" herausgebildet. Es wurde speziell für Rollstuhlfahrer entwickelt, eignet sich aber auch für Menschen die besser im Sitzen arbeiten können.

Rückenschonendes Arbeiten am Hochbeet

Um Rücken sowie Gelenkschmerzen zu vermeiden bieten Hochbeete eine schonende Alternative. Dennoch fallen viele andere Gartenarbeiten an, in denen nur lange Stiele an Gerätschaften, Sitz-, und Kniehilfen die Arbeit erleichtern. Um sich die Umgewöhnung auf ergonomisch geformte Arbeitsgeräte zu erleichtern, kann du die neuen Gerätschaften im Laden sorgfältig ausprobieren. Natürlich gehört auch ein gewisses Maß an Disziplin dazu, sich alte ungesunde Arbeitstechniken abzugewöhnen.

Der generelle Aufbau des Gartens

Besonders Augenmerk ist auch auf den generellen Aufbau des Gartens zu legen. Eine passende "Infrastruktur" ist für ein Hochbeetgarten unerlässlich, um mehrere Beete einfach und effektiv Pflegen zu können. Dazu gehören:

  • Praktische Bewässerung, z.B. kurze Wege
  • Aufbewahrungsmöglichkeiten für Arbeitsgerätschaften
  • Materiallager
  • Kompostplatz
  • ggf. ein kleiner Arbeitstisch.

Genauso sollte ein Platz zum Ausruhen mit Bedacht ausgestattet werden. Um einen schönen Gesamteindruck zu erhalten und sich unnötige Wege zu ersparen, sollten all diese Bereiche ein Bestandteil des Gartens sein und nicht versteckt werden. Ein Beispiel für genutzten Raum und Anbaufläche ist ein Bohnenstangentipie (Zelt aus Bohnenstangen).

Natürlich richtet sich der Bau eines Hochbeetes nicht nur nach rein ergonomischen Gesichtspunkten, sondern auch nach bautechnischen, ästhetischen und klimatischen Anforderungen.

Für wen ist ein Hochbeet geeignet?

Entgegen der Meinung, ein Hochbeet sei lediglich eine Gartenlösungen für Senioren und Menschen mit körperlichen Behinderungen, gibt es zahlreiche Hochbeetarten, die sich für alle Menschen und alle Altersstufen eignen.
Gerade Familien erfreuen sich an den vielen Hochbeetmöglichkeiten, ob sie nun zur Bepflanzung mit Zierpflanzen, Kräutern oder zur Nutzpflanzung benutzt werden. Aufgrund der ergonomischen Anpassbarkeit der meisten Modelle finden sich ganz unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten. Eine sehr flache Konstruktion kann zunächst als Sandkasten für die Kleinsten dienen, um dann mit ihnen zu wachsen und als Kinderhochbeet eine erste Heranführung an die Gartenarbeit zu bieten. Später, wenn die Kinder groß geworden sind und andere Interessen entwickeln, kannst du die kindgerechte Anlage zum Hochbeet für dich umgestalten oder gar ein Hochteich daraus machen.

Ob als integriertes Kräuterbeet in der Outdoor-Terrassenküche oder als Sitzecke mit Zierpflanzen – die Nachbarn werden dich auf jeden Fall beneiden!

Hochbeet im Mustergarten

Auch als Selbstversorger kommst du mit einem Hochbeet auf deine Kosten, denn in einer hochgelegenen Kompostanlage kannst du sehr gut Gemüse und Obst selber ziehen, dass du im Supermarkt teuer kaufen musst. Durch die einfache Befüllung des erhöhten Beetes mit unterschiedlichen Substraten kannst du auch exotischere Früchte und größeres Gemüse anbauen. Und weil du dein Hochbeet mit Gittern und Einlagen vor Schädlingen optimal schützen kannst, erhältst du immer eine gute Ernte.

Für eine Weiternutzung der Anlage sprechen jedoch nicht nur die vielen Gestaltungsmöglichkeiten der Beete, sondern auch seine Zweckmäßigkeit fürs Alter. Dadurch, dass die Bewachsungsfläche den jeweiligen ergonomischen Begebenheiten angepasst werden kann, kannst du dir die Arbeit auch im Alter sehr rückenschonend gestalten. So steht deiner Gartenarbeit auch als Senior nichts mehr im Weg!

Welche Arten von Hochbeeten gibt es?

Es gibt viele verschiedene Materialien, aus denen ein Hochbeet bestehen kann. Beliebt sind Anlagen aus Holz, Metall und Kunststoff, aber auch Gabionenbeete und optisch-ästhetische Hochbeete aus Mischmaterialien.
Preis, Lebensdauer, Transportabilität und Optik sind sehr von dem verwendeten Material abhängig. Beete aus einfachem Kiefernholz sind schon recht preisgünstig erhältlich, weisen jedoch lediglich eine Lebenszeit von wenigen Jahren auf. Teurer, aber auch von größerer Haltbarkeit und Eleganz, sind dagegen Konstruktionen aus massivem Douglasien- oder Lärchenholz.

Metall- und Kunststoffbeete haben den großen Vorteil der ewigen Haltbarkeit. Allerdings unterscheiden sie sich gravierend in Optik und Preis. Legst du Wert auf eine dauerhafte, optisch-moderne Einrichtung deines Gartens, werden Hochbeete aus Edelstahl, Aluminium oder Edelrost deine Wahl sein. Kunststoffbeete sind vor allem wegen ihrer Lebensdauer, der leichten Transportabilität und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis beliebt. Ob als Bausteinsystem oder als Hochbeet aus einem Guß, aus Kunststoff lassen sich formschöne und preiswerte Beete bauen.

Schließlich gibt es auf dem derzeitigen Markt auch viele Beetlösungen aus Mischformen und Materialkombinationen, die wichtigsten dabei sind vor allem Metall-Holz-Lösungen sowie WPC (Wood Plastic Composites), einem Recyclingkunststoff-Holzfaser-Gemisch, das wie Holz aussieht und sich verarbeiten lässt.

Beete aus Holz

Hochbeete gibt es aus vielen verschiedenen Hölzern. Hier musst du zunächst vor allem nach den Beetmaßen aussortieren, da nicht alle Holzarten in den gewünschten Längen und Stärken geliefert werden können. Außerdem ist die Wahl des verwendeten Holzes abhängig von der Funktion des Beets und seiner Lebensdauer. Und – nicht zuletzt – von der Größe deines Geldbeutels.

Bretter, Dielen, Rundhölzer und Schwellen aus Weichhölzern (Kiefer, Fichte, Tanne) sind zwar billiger, aber eben auch nicht so robust. Ein daraus gefertigtes Hochbeet sollte immer noch innen durch eine Folie verstärkt werden, damit die Fermentier- und Kompostierprozesse im Innern des Beets nicht die Konstruktion angreifen.

Eine robustere Alternative bilden Harthölzer (Lärche, Douglasie, Eiche). Diese sind zwar teurer in der Anschaffung, jedoch auch viel haltbarer. Eine Folie wird hier nur als Ergänzung zur besonderen Wärmedichtung des Beets empfohlen. Eine weitere Eigenschaft von höherwertigeren Hölzern ist ihr größeres Gewicht. Dies schränkt die Beweglichkeit des Beetes ein und kompliziert eine Installation auf Balkonen oder leicht tragenden Untergründen ein. Gerade durch nasse Erde können extrem große Gewichte entstehen, die die Statik des Untergrunds gefährdend beeinflussen können!

Allen Holzkonstruktionen ist gemeinsam, dass du sie sehr einfach auf- und abbauen kannst. Selbsttragende Blockbauweisen aus Rundhölzern und Schwellen, bei denen die Ende so ausgefräst sind, dass die Bohlen ineinander gesteckt werden, eigenen sich vor allem für Terrassen und zum Abstützen von Hängen. Die Rundhölzer/Schwellen müssen im Fachhandel oder Baumarkt jedoch passgenau zugeschnitten werden.

Holzbalken gestapelt

Wie du dein Hochbeet befüllst

Der Inhalt eines Hochbeet besteht aus vier Schichten. Diese unterstützen den Zersetzungsprozess des Kompostes, in dem sie Wärme und die für die Pflanzen wichtigen Nährstoffe freisetzen.

Schicht Höhe Füllmaterial Hinweise
1 ca. die Hälfte der Beet-Höhe Baum- und Strauchschnitt Baum- und Strauchschnitt findest du auch im Wald
2 ca. 20 Zentimeter Laub und Grünabfälle, alternativ Heu, Häckselgut oder feiner Strauchschnitt Nach der zweiten Schicht solltest du verdichten, also festtreten.
3 ca. 10 Zentimeter grober Kompost Ebenfalls möglich: bereits verrottetes Laub oder anderer organischer Abfall.
4 restl. Füllmenge Muttererde, vermischt mit Feinkompost Dein Hochbeet ist nun befüllt und kann bepflanzt werden!
Skizze der Schichten im Hochbeet

Hochbeet für Frühbeete nutzen

Der nächste Frühling naht! Wer bereits ein Hochbeet im Garten errichtet hat oder nun plant eines aufzubauen, kann jetzt schon mit Frühbeetaufsätzen arbeiten. Wir verraten dir was du dabei beachten solltest.

Um eine erfolgreiche und vor allem reiche Ernte einfahren zu können ist es von Vorteil, dass Hochbeet im Frühjahr zu einem Frühbeet um zu funktionieren. Es eignet sich besonders gut um Kulturen an zu ziehen bzw. Ablegerpflanzen groß zu ziehen und auf die Ausbringung vorzubereiten. Mit dieser Methode kannst du die Anbauperiode vieler Nutzpflanzen um einige Zeit verlängern. Reich an nährstoffreicher Erde, geschützt und unter kontinuierlichen Temperaturen, können sich so deine Pflanzen ungestört entwickeln. Frühbeete bieten den Keimlingen alle wesentlichen Vorteile eines erhöhten Beetes.

Pflanzen und Setzlinge

Für die Bepflanzung eines Frühbeetes sind im eigentlichen Frühjahr nur Pflanzen geeignet die niedrige Temperaturen von vornherein gewöhnt sind. Dazu zählen die meisten Kohl- und Rettichsorten. Frostempfindliche Kulturen sollten erst im späteren Frühling oder Frühsommer in das Frühbeet eingebracht werden.

Schutz der Setzlinge im Frühbeet

Die Setzlinge sollten vor Witterung und äußeren Einflüssen geschützt werden. Dies kann mit Hilfe von einfachen Gärtner-, Abdeckfolien, Folientunneln, Frühbeetscheiben, witterungsbeständigen Vlies und Zeitungspapier bewerkstelligt werden. Baumärkte und verschiedene Internetanbieter vertreiben dazu sehr robuste Fertiglösungen. So wird u.a. von der Firma Juwel ein Hochbeet mit passendem Frühbeetaufsatz aus Aluminium und passender Frühbeetfolie angeboten. Diese Option ist besonders für Anfänger geeignet. Erfahrene Gartenfreunde können sich aber auch selbst einen Frühbeetschutz bauen.

Foliendach selbst bauen

Ein Foliendach kann man relativ einfach mit Hilfe von Rundstäben (Federstahlrundstäben) sowie witterungsfester Folie oder Vlies selbst bauen. Dazu werden Löcher in den oberen Beetrand im Abstand von ca. 5 bis 7 cm Abstand gebohrt. Der Durchmesser sollte dem der verwendeten Stäbe gleichen. In diese werden dann die einzelnen Stäbe gesteckt. Darüber wird nun Die Abdeckung gezogen und sicher befestigt.

Sollte das Dach seinen Dienst erfüllt haben kann es leicht wieder abgebaut werden. Die Löcher können mit kleinen Dübeln oder Holzstiften verschlossen werden. Um die regelmäßige Lüftung zu erleichtern kannst du die Abdeckung auf einen Rundstab aufwickeln und am anderen Ende an einem Haken einhängen. Falls die Befestigung der Rundstäbe direkt im Beetmaterial zu heikel ist, können auch rostfreie Ösen an die obere Innenkante des Beetes geschraubt werden. Hier können die Rundstäbe dann eingesteckt werden.

Hochbeete als Komposter nutzen

Erhöhte Beete und Komposter sind eine gute Kombination. Wir zeigen dir, wie du einen Komposter richtig anlegst, welche Fehler häufig bei der Kompostierung gemacht werden, wie du diese vermeidest und wie du die gewonnene Muttererde auf ihren Gehalt testen kannst. Die erhaltene Erde kannst du schließlich in deinen Beeten ausbringen und so langfristig bares Geld sparen!

Umweltfreundlich und Nährstoffreich

Der Komposter ist ein zuverlässiger und umweltfreundlicher Nährstoffspeicher. Er bietet bei richtiger Anlage und Pflege einige Vorteile. Der wichtigste ist wohl die Umwandlung von scheinbar nutzlosen Gartenabfällen in wertvolles organisches Substrat. Nach der Rotte ist dieser ein natürlicher Dünger der deinen Boden im Hochbeet verbessert und somit die Erträge und das Wachstum deiner Pflanzen steigert.

Des Weiteren stabilisiert er den ph-Wert deines Bodens im neutralen Bereich und unterstützt die Wasserspeicherung. Für Gartenfreunde mit einem Nutzgarten, ist vor allem die schneller Erwärmung und die Festlegung von Schadstoffen (werden so nicht von den Pflanzen aufgenommen) von größter Wichtigkeit. Der Hohe Nährstoffreichtum lockt nicht zuletzt auch nützliche Bodenlebewesen an, die für eine gute Durchmischung des Bodens sorgen.

Ausgemustertes Hochbeet nutzen

Für den Bau eines Komposters bedarf es nicht unbedingt einer Neuanschaffung. Es kann auch ein bereits bestehendes (altes) Hochbeet dafür genutzt werden. Ähnlich wie bei der Anlange eines normalen Hochbeetes werden hier verschiedene Schichten bestehend aus gehäckseltem Holz und Strauchschnitt mit Rasenschnitt, Laub, Stroh und samenfreien Unkraut, vermischt. Mit einer Erdschicht bedeckt kannst du dies weiterhin bepflanzen. Bei Bepflanzung kann Aufgrund der meist geschlossen Bauform des erhöhten Beetes die Muttererde meist nur Saisonweise, also nach der Ernte entnommen werden. Die erzielte Bodenwärme ermöglicht eine frühe Pflanzung, zügiges Wachstum und eine zeitige Ernte. Unterstützt durch senkrechte Regenwurmgänge verfault weder das Material, noch vertorft es.
 

Altes Hochbeet als Komposter

Einen Komposter richtig anlegen

Für das Anlegen eines guten Komposters ist vor allem der Standort entscheidend. Dieser sollte möglichst Schattig und windgeschützt gewählt werden. Dies ist in sofern wichtig um das austrocknen der oben liegend Schichten zu vermeiden und somit die Rotte zu gefährden. Heckensträucher oder aber auch Baumkronen sind ideale Schattenspender. Falls Sie ein altes Hochbeet oder ähnliches zum Komposter umfunktionieren wollen, dieses aber in eher ungeschützter Lage liegt, bietet sich das Anpflanzen von Sonnenblumen, Mais oder aber auch Kürbispflanzen mit Rankhilfen an. Diese schützen vor übermäßigen Wettereinflüssen und mögen durchlässigen, nährstoffreichen Boden. Ein weiterer Vorteil: sie bieten einen angenehmen Sichtschutz, da der Komposter meist als eher unschön im Gesamtbild des Gartens wahrgenommen wird.

Um deinen Kompster problemlos zu befüllen oder Erde abzunehmen, sollte der Zugang bequem möglich sein. Feste Gehwegplatten gewährleisten dir zusätzlich einen guten Zugang auch bei strengerem Wetter. Du solltest auch Fläche für das eventuell spätere Umsetzen des Komposters und Sieben einplanen. Die Mindestgröße des Komposters sollte ungefähr einen Kubikmeter betragen, um verwendbare Erde zu erhalten.

Als Füllmaterial solltest du eine ausgewogene Mischung von frischen und trockenen Gartenabfällen verwenden. Dazu gehören holziges Material (Strauchschnitt, Stroh, Säge, Hobelspäne) sowie Rasenschnitt, Gemüsereste, Hühner- und Kuhmist, samenfreies Unkraut. Nicht jedoch sollten kranke Pflanzen, Samen- und Wurzelunkräuter, sehr dicke Holzstücke, verdorbene Lebensmittel, Holzasche, Glas, Metall, Kunststoff und Gummi Ihren Weg in den Komposter finden.

Nährstoffgehalt im Kompost

Mikroorganismen zersetzen das holzige Material und den darin enthaltenen Kohlenstoff Das sorgt für eine gute locker, luftige Schichtung. Die pflanzlichen Komponenten liefern Stickstoff, weiter Nährstoffe und Feuchtigkeit, welche die Rotte beschleunigen.

Der Nährstoffgehalt ist stark von den verwendeten Ausgangsmaterialien abhängig. Ein Kompost mit hohem Mistanteil enthält schnell die fünffache Nährstoffmenge eines aus normalen Gartenabfällen bestehen Kompost. Schädlingsbefall ist hier aber auch schneller gegeben.

Der Kontakt zwischen Gartenboden und Verrottungsmaterial sollte wenn möglich unbedingt erhalten bleiben. Aufgelockerte Erde ermöglicht Regenwürmern und anderen nützlichen Abfallverwertern sich im Winter zurück zu ziehen. Beim Anlegen des Komposters ist die Befüllung in einem Zug die ideale Voraussetzung für eine kontinuierliche Rotte. Temperaturentwicklung sowie Mikroben werden so optimal gefördert. Später können dann weiter kleine Mengen zu geführt werden.

Zeitaufwand für einen Komposter

Ein Jahr solltest du für die fast vollständige Verrottung der Abfälle einplanen. Während des Sommers erfolgt die Hauptverrottung, aufgrund der höheren Temperaturen, während des Winters ruht diese fast vollständig. Mehrmaliges Umsetzen fördert die Verrottung, da auch Randmaterial mittig eingebracht werden kann.

Falls der Komposthaufen nur mit kleineren Abfallmengen befüllt wurde, ist meist nur die unterste Schicht als Erde zu verwenden. Es kann also nur ein geringer Teil des Kompostvolumens entnommen werden und somit nur wenig nachgefüllt werden. Es ist also ratsam in einen weiteren Behälter für das nicht verrottet Material Platz zu schaffen. Sonst ist die fortlaufende Entnahme von Kompost nicht zu umgehen.

Häufige Fehler beim Kompostieren

Beim Kompostieren können einige Fehler unterlaufen. Um z.B. herauszufinden ob dein Komposthaufen ausreichend Feuchtigkeit enthält, drückst du ein wenig Kompost in deiner Hand zusammen. Im Idealfall treten nur wenig Tropfen aus. Ein zu trockener Kompost ist auch an weißgrauem Schimmelbefall zu erkennen. Schimmelbefall lässt sich beim nächsten Umsetzen durch beimischen von feuchten Gartenabfällen beheben.

Zu feuchte Kompostierung
Ein sichtbares Merkmal zu feuchter Kompostierung, stellt das erhöhte austreten von Sickerwasser dar. Der sehr hohe Anteil an wasserreichen Gartenabfällen, sowie hoher Niederschlagsmengen sind meist die Ursache. Gegenmaßnahmen finden sich vor allem im anwelken von frischem Grasschnitt, Obst- und Gemüseresten, sowie trockenes Material beim Umsetzen bei zu mischen. Eine weitere Maßnahme ist das Abdecken des Komposters sowie für ausreichende Ablaufmöglichkeiten zu sorgen.

Fäule im Komposter
Für die Ausbreitung unangenehmen Geruchs ist mangelnde Durchlüftung und angefaultes Material verantwortlich. Die Verrottung findet weiterhin statt, allerdings ohne Sauerstoff, die Mikroorganismen produzieren so zunehmend schwefelhaltige Substanzen und organische Säuren. Häufig passiert dies vor allem bei vor gegärten Küchenabfällen. Bioabfälle sollten also nicht allzu lange in einem geschlossen Behälter lagern, sondern zügig auf dem Komposter entsorgt werden. Um den Geruch zu überlagern eignet sich schon fertige Gartenerde oder auch Mulch.

Wie oben bereits erwähnt sollte der Kompost im Idealfall in einem Arbeitsgang angelegt und eine Mindestgröße vom einem Kubikmeter haben. Für einen erfolgreichen Verrottungsprozess sind Temperaturen zwischen 50°C und 60°C unerlässlich. Bei kleineren Füllmengen entweicht die entwickelte Hitze zu schnell über die Oberfläche. Somit dauert die Verrottung erheblich länger.

Ungeziefer im Kompost
Um ungebetene Besucher wie Ratten, Mäuse, Fliegen und Schnecken zu vermeiden, sollte auf bestimmte Abfälle normal über den Hausmüll entsorgt bzw. geschickt verdeckt werden. Küchenabfälle auf dem Kompost solltest du mit fertigem Kompost oder Erde abdecken.

Richtiges Ausbringen deiner gewonnenen Kompostererde

Um die entstandene Erde richtig für Saatbeete verwenden zu können, bietet sich das Sieben an. Grobes, kaum zersetztes Material wird aussortiert und man erhält nährstoffreiche, feine Pflanzerde. Die Reste können dann für die nächste Rotte verwendet werden. Fertiger Kompost sollte niemals in den Boden eingearbeitet bzw. untergraben werden. Am besten eignet sich ein bedeckter milder Tag für die Ausbringung. Die mühevoll erzeugte Erde ist keinesfalls totes Material, sondern liefert eine Menge nützlicher Kleinstlebewesen, die bei übermäßiger Sonne absterben oder beim umgraben ersticken würden. Dünnes ausstreuen über die bestehende Erdschicht im Hochbeet ist ausreichend.
 

Kompost Kressetest

Der Kressetest
Ein bewährtes Hausmittel um die Qualität und den Nährstoffgehalt deines Kompostes herauszufinden ist der so genannte Kressetest.

Für den Test entnimmst du eine kleine Menge Kompost, füllst diesen in eine kleine Schale und feuchtest diesen leicht an. Säe nun eine kleine Menge Kressesamen darauf aus. Sollte deine Saat nicht innerhalb der nächsten 3 bis 4 Tage aufgehen, muss der Kommpost noch eine Weile rotten. Keimt dieser etwas, es erscheinen aber gelbliche Blättchen sollte dieses Kompost-Stadium für die Düngung von Rosen und Sträuchern verwendet werden. Dieses Zwischenstadium enthält meist etwas gröbere Stücke und deckt so als Mulchschicht die Erde. Kräftige, saftige Stängelchen und Blättchen weisen auf einen fertigen und sehr nährstoffreichen Kompost hin und kann somit ohne Probleme ausgebracht werden.