Hochbeet

Hochbeet - Alle Infos von Hochbeetfreunde

Die schönsten Beete der Welt: Hochbeete

Auf unserer Webseite möchten wir zukünftig für Hobbygärtner viele Informationen
rund um das Hochbeet sammeln und bereitstellen.



Die Idee des erhöhten Beetes, ist eine sehr alte, aber mit der Zeit in Vergessenheit geraten. Die einfachste Form sind aus Mist- und Komposthaufen "gewachsene", mit einfachen Holz oder Stein abgegrenzte Beete. Diese Technik ist z. B. bei alten Klöster- und Bauerngärten zu sehen. Doch ist die Erhöhung meist so gering, dass man sich weiterhin bücken muss.

Ein Hochbeet definiert sich vor allem über die erhöhte Pflanzfläche mit senkrechten Wänden von 80 cm bis 100 cm bei stehenden Arbeiten und 40 cm, wenn man im sitzen tätig ist. Auch überschreitet die Beettiefe(breite) nicht die max. doppelte Armlänge des Nutzers. Für diese Form des Beetes sind Drainageschichten unerlässlich, um einen zuverlässigen Wasserablauf zu gewährleisten. Eine sickerfähige Fläche oder natürlich gewachsener Boden unterstützen diesen Ablauf. Hochbeete können frei oder angelehnt im Garten integriert werden.

Erhöhte Pflanzfläche = bequemes Arbeiten

Zeichnung von einem Gärtner am Hochbeet

Was ist ein Hochbeet?

Unter einem Hochbeet versteht man Gartenbeete, welche nicht ebenerdig angelegt sind und eine erhöhte Pflanzfläche besitzen. Durch die Höhe der Beete fällt lästiges Bücken weg. Zudem haben Hochbeete weniger Unkraut und sind besser vor Schneckenbefall geschützt. Durch das zusätzliche Anbringen einer Abdeckung kann dann das Hochbeet als Frühbeet genutzt werden. Des Weiteren wird ein Hochbeet nicht umgegraben - Dadurch wird gewährleistet, dass die Schichtung des Erdreichs und die gebildete Fauna nicht durcheinandergebracht werden. Dies ist beim herkömmlichen Gartenbau nicht der Fall.

Einfaches Hochbeet aus Holz
Design-Hochbeet in Ellipsenform
Tisch Hochbeet Beispiel

Was ein Hochbeet auszeichnet

  • der Anbau ist überall möglich
  • rückenschonende Gartenarbeit
  • bis zu 3 mal höherer Ertrag
  • geringerer Unkraut- & Schneckenbefall
  • kann schon im Herbst als Komposter genutzt werden

Vor- und Nachteile eines erhöhten Beetes

Du bist noch nicht ganz überzeugt, ob ein Hochbeet das richtige für deinen Garten ist? Vielleicht helfen dir ein paar Fakten zu den Vor und Nachteilen.

Vorteile die überzeugen

Ein Hochbeet ist in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung für Deinen Garten. Dein Gemüse wächst dank vieler Nährstoffe und der bei der Verrottung von Kompostabfällen freigesetzten Wärme optimal. Die Ernteerträge sind höher als bei herkömmlichen Beeten und auch der Schädlingsbefall ist geringer. Ein großer Vorteil ist die erhöhte Arbeitsfläche - Ein Hochbeet ermöglicht dir bequemes Arbeiten im Nutzgarten, ganz ohne Bücken. Sehr beliebt sind Hochbeete auch bei Stadtbewohnern, da Hochbeete auf verschiedensten Untergrund gebaut werden können und zudem platzsparend sind.

Nachteile eines erhöhten Beetes

Die Nachteile eines Hochbeets sind sehr überschaubar. Das neu anlegen bedeutet zunächst etwas Arbeit und kann bei einem Selbstbau zeitaufwendig werden. Erhöhte Beete die aus Holz bestehen, benötigen eine spezielle Behandlung zum Schutz vor Nässe. Im Sommer an heißen Tagen sollte ein Hochbeet öfter gegossen werden um das Austrocknen der Erde zu vermeiden.

Schmetterling

Hochbeete und die Ergonomie

Um eine Gelenk- und Rückenschonende Gartenarbeit gewährleisten zu können, eignen sich Hochbeete besonders gut. Richtungsweisend hierfür ist die Lehre "von der Anpassung der Arbeit an den Menschen" – die Ergonomie. Hauptziel dieser Wissenschaft ist die Verbesserung der Ausführungsbedingungen und Erleichterung der Arbeitsabläufe innerhalb des Arbeitsprozesses.

Die Ergonomie trägt zur Verbesserung des Alltagsleben bei, z.B. in Form von ergonomisch (körpergerecht) geformten Haushaltsgeräten und Möbeln. Wieso also nicht die Ergonomie auch in das Gärtnern integrieren? Ergonomisch in den Garten - mit Hochbeeten!

Hochbeet an den Gärtner anpassen

Um optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen, ist es Ratsam den Garten bzw. das Hochbeet an die körperliche Reife und Leistungsfähigkeit anzupassen. Auch bei Krankheit, Behinderung oder den im Alter aufkommenden Schwierigkeiten kann ein Hochbeet die ideale Lösung für bequemes Gärtnern sein.

Doch auch für körperlich fitte, gesunde Menschen stellt ein Hochbeet eine echte Alternative zu jahrelangem Mühevollen umgraben und Erde aufhacken dar und ist eine Rückenschonende Alternative zum "normalen" Beet.

Der Wichtigste Fakt den du beim Bau eines Hochbeetes wissen sollten ist dein Körpermaß, danach solltest du deinen Arbeitsplatz anpassen. Auch solltest du beachten, dass sehr pflegeintensive Hochbeete auch Flächen zum Ausruhen, Abstellen, Aufbewahren von Werkzeugen und Einrichtungen für die Bewässerung benötigen.

Fakten für stehende Arbeiten am Hochbeet

  • Körpergröße & Beinlänge bestimmen Höhe
    (meist 85 cm bis 100 cm, auf Höhe des Beckenkamms)
  • max. 60 cm bis 70 cm tief
  • besonders Aufrecht steht man an einem Beet, wenn ein
    Untertritt von 14 cm (Höhe & Tiefe) vorhanden ist

Fakten für sitzendes Abreiten am Hochbeet

  • Beethöhe von 50 cm und 65 cm
  • niedrige Hochbeete eignen sich gut für hohe Kulturen
    (bspw. Tomaten); die Bodenvorbereitung erledigt man aber im sitzen

Tischbeet für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte

Zunehmend werden auch ergonomisch geformte Gartengeräte und Hilfsmittel entwickelt, um Senioren und Behinderten einen einfachen Einstieg und die Fortführung der Gartenarbeit zu ermöglichen. Verschiedene Therapien und Studien haben gezeigt, dass diese Tätigkeiten viele Krankheitsbilder wesentlich verbessern.

Als eine Sonderform hat sich das "Tischbeet" herausgebildet. Es wurde speziell für Rollstuhlfahrer entwickelt, eignet sich aber auch für Menschen die besser im Sitzen arbeiten können.

Rückenschonendes Arbeiten am Hochbeet

Um Rücken sowie Gelenkschmerzen zu vermeiden bieten Hochbeete eine schonende Alternative. Dennoch fallen viele andere Gartenarbeiten an, in denen nur lange Stiele an Gerätschaften, Sitz-, und Kniehilfen die Arbeit erleichtern. Um sich die Umgewöhnung auf ergonomisch geformte Arbeitsgeräte zu erleichtern, kann du die neuen Gerätschaften im Laden sorgfältig ausprobieren. Natürlich gehört auch ein gewisses Maß an Disziplin dazu, sich alte ungesunde Arbeitstechniken abzugewöhnen.

Der generelle Aufbau des Gartens

Besonders Augenmerk ist auch auf den generellen Aufbau des Gartens zu legen. Eine passende "Infrastruktur" ist für ein Hochbeetgarten unerlässlich, um mehrere Beete einfach und effektiv Pflegen zu können. Dazu gehören:

  • Praktische Bewässerung, z.B. kurze Wege
  • Aufbewahrungsmöglichkeiten für Arbeitsgerätschaften
  • Materiallager
  • Kompostplatz
  • ggf. ein kleiner Arbeitstisch.

Genauso sollte ein Platz zum Ausruhen mit Bedacht ausgestattet werden. Um einen schönen Gesamteindruck zu erhalten und sich unnötige Wege zu ersparen, sollten all diese Bereiche ein Bestandteil des Gartens sein und nicht versteckt werden. Ein Beispiel für genutzten Raum und Anbaufläche ist ein Bohnenstangentipie (Zelt aus Bohnenstangen).

Natürlich richtet sich der Bau eines Hochbeetes nicht nur nach rein ergonomischen Gesichtspunkten, sondern auch nach bautechnischen, ästhetischen und klimatischen Anforderungen.

Für wen ist ein Hochbeet geeignet?

Entgegen der Meinung, ein Hochbeet sei lediglich eine Gartenlösungen für Senioren und Menschen mit körperlichen Behinderungen, gibt es zahlreiche Hochbeetarten, die sich für alle Menschen und alle Altersstufen eignen.

Gerade Familien erfreuen sich an den vielen Hochbeetmöglichkeiten, ob sie nun zur Bepflanzung mit Zierpflanzen, Kräutern oder zur Nutzpflanzung benutzt werden. Aufgrund der ergonomischen Anpassbarkeit der meisten Modelle finden sich ganz unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten. Eine sehr flache Konstruktion kann zunächst als Sandkasten für die Kleinsten dienen, um dann mit ihnen zu wachsen und als Kinderhochbeet eine erste Heranführung an die Gartenarbeit zu bieten. Später, wenn die Kinder groß geworden sind und andere Interessen entwickeln, kannst du die kindgerechte Anlage zum Hochbeet für dich umgestalten oder gar ein Hochteich daraus machen.

Ob als integriertes Kräuterbeet in der Outdoor-Terrassenküche oder als Sitzecke mit Zierpflanzen – die Nachbarn werden dich auf jeden Fall beneiden!

Hochbeet im Mustergarten

Auch als Selbstversorger kommst du mit einem Hochbeet auf deine Kosten, denn in einer hochgelegenen Kompostanlage kannst du sehr gut Gemüse und Obst selber ziehen, dass du im Supermarkt teuer kaufen musst. Durch die einfache Befüllung des erhöhten Beetes mit unterschiedlichen Substraten kannst du auch exotischere Früchte und größeres Gemüse anbauen. Und weil du dein Hochbeet mit Gittern und Einlagen vor Schädlingen optimal schützen kannst, erhältst du immer eine gute Ernte.

Für eine Weiternutzung der Anlage sprechen jedoch nicht nur die vielen Gestaltungsmöglichkeiten der Beete, sondern auch seine Zweckmäßigkeit fürs Alter. Dadurch, dass die Bewachsungsfläche den jeweiligen ergonomischen Begebenheiten angepasst werden kann, kannst du dir die Arbeit auch im Alter sehr rückenschonend gestalten. So steht deiner Gartenarbeit auch als Senior nichts mehr im Weg!

Welche Arten von Hochbeeten gibt es?

Es gibt viele verschiedene Materialien, aus denen ein Hochbeet bestehen kann. Beliebt sind Anlagen aus Holz, Metall und Kunststoff, aber auch Gabionenbeete und optisch-ästhetische erhöhte Beete aus Mischmaterialien.
Preis, Lebensdauer, Transportabilität und Optik sind sehr von dem verwendeten Material abhängig. Beete aus einfachem Kiefernholz sind schon recht preisgünstig erhältlich, weisen jedoch lediglich eine Lebenszeit von wenigen Jahren auf. Teurer, aber auch von größerer Haltbarkeit und Eleganz, sind dagegen Konstruktionen aus massivem Douglasien- oder Lärchenholz.

Metall- und Kunststoffbeete haben den großen Vorteil der ewigen Haltbarkeit. Allerdings unterscheiden sie sich gravierend in Optik und Preis. Legst du Wert auf eine dauerhafte, optisch-moderne Einrichtung deines Gartens, werden Beete aus Edelstahl, Aluminium oder Edelrost deine Wahl sein. Kunststoffbeete sind vor allem wegen ihrer Lebensdauer, der leichten Transportabilität und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis beliebt. Ob als Bausteinsystem oder als Hochbeet aus einem Guß, aus Kunststoff lassen sich formschöne und preiswerte Beete bauen.

Schließlich gibt es auf dem derzeitigen Markt auch viele Beetlösungen aus Mischformen und Materialkombinationen, die wichtigsten dabei sind vor allem Metall-Holz-Lösungen sowie WPC (Wood Plastic Composites), einem Recyclingkunststoff-Holzfaser-Gemisch, das wie Holz aussieht und sich verarbeiten lässt.

Beete aus Holz

Hochbeete gibt es aus vielen verschiedenen Hölzern. Hier musst du zunächst vor allem nach den Beetmaßen aussortieren, da nicht alle Holzarten in den gewünschten Längen und Stärken geliefert werden können. Außerdem ist die Wahl des verwendeten Holzes abhängig von der vorgesehenen Funktion des Beets und seiner Lebensdauer. Und schließlich auch von der Größe deines Geldbeutels.

Bretter, Dielen, Rundhölzer und Schwellen aus Weichhölzern (Kiefer, Fichte, Tanne) sind zwar billiger, aber eben auch nicht so robust. Ein daraus gefertigtes Hochbeet sollte immer noch innen durch eine Folie verstärkt werden, damit die Fermentier- und Kompostierprozesse im Innern des Beetes nicht die Konstruktion angreifen.

Eine robustere Alternative bilden Harthölzer (Lärche, Douglasie, Eiche). Diese sind zwar teurer in der Anschaffung, jedoch auch viel haltbarer. Eine Folie wird hier nur als Ergänzung zur besonderen Wärmedichtung des Beets empfohlen. Eine weitere Eigenschaft von höherwertigeren Hölzern ist ihr größeres Gewicht. Dies schränkt die Beweglichkeit des Hochbeetes ein und kompliziert eine Installation auf Balkonen oder leicht tragenden Untergründen. Gerade durch nasse Erde können extrem große Gewichte entstehen, die die Statik des Untergrunds gefährlich beeinflussen können!

Weichhölzer (Kiefer, Fichte, Tanne...) Harthölzer (Lärche, Dougalsie, Eiche...)
Vorteile:
• sehr preiswert
• leicht aufzubauen
Vorteile:
• formstabil
• lange Haltbarkeit (bis zu 15 Jahre)
• kein zusätzlicher Schutz nötig
Nachteile:
• verrottet sehr schnell
• zusätzlicher Schutz (Folie, Öl) notwendig
Nachteile:
• relativ teuer
• schwerer Aufbau
• nicht empfohlen für Balkonaufbau, da schweres Holz

Allen Holzkonstruktionen ist gemeinsam, dass du sie sehr einfach auf- und abbauen kannst. Selbsttragende Blockbauweisen aus Rundhölzern und Schwellen, bei denen die Ende so ausgefräst sind, dass die Bohlen ineinander gesteckt werden, eigenen sich vor allem für Terrassen und zum Abstützen von Hängen. Die Rundhölzer/Schwellen müssen im Fachhandel oder Baumarkt jedoch passgenau zugeschnitten werden.

Für unebene Flächen, vor allem wenn du ausreichend Platz in deinem Garten findest, eignet sich die Rahmenbauweise. Dabei werden Dielen oder Bretter mit Pfosten aus Holz oder Metall so verbunden, dass sich ein Kasten ergibt, der je nach Bedarf jederzeit verändert werden kann. Gerade diese Konstruktion ist wegen ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sehr beliebt.

Wenn du beispielsweise dein Hochbeet als nährstoffreichen und warmen Kompost zur Ziehung von Nutzpflanzen gebrauchen willst, kannst du, wie in den folgenden Abbildungen gezeigt, mit T-förmigen Profilpfosten einen Bretterverschlag mit einer Höhe von 60 bis 70 cm errichten. Im Laufe des ersten Jahres sackt der Inhalt des Komposts zusammen, so dass du die oberen Bretter entfernen kannst, um direkt daneben mit den verbliebenen Pfosten und Brettern ein weiteres Hochbeet zum Kompostieren und Bepflanzen anlegen zu können.

Außerdem solltest du wissen: Holz arbeitet!

Mögliche Risse in den Bohlen oder Dielen sind also keine Seltenheit und müssen auch kein Makel sein. Da Holz im Laufe der Jahreszeiten unterschiedlich viel Wasser aufnimmt und abgibt, können in den warmen Monaten des Jahres so genannte Trocken- oder Schwindrisse bei der Austrocknung des Holzes entstehen, die sich in den Wintermonaten, wenn sich das Holz durch die höhere Luftfeuchtigkeit wieder ausdehnt, schließen können. Dies ist vor allem auch abhängig vom Standort und Holzart des Hochbeetes.

Von Nutzern, Händlern und Produzenten werden vor allem halbschattige Plätze empfohlen, bei denen das Hochbeet nicht zu schnell austrocknet und das Holz doch genug Sonne bekommt, um nicht durch zu viel Feuchtigkeit vorzeitig zu verfaulen. Auftretende Risse bei Bauholz stellen normalerweise (im Dachstuhl oder Carport) keine Beeinträchtigung der statischen Stabilität oder Haltbarkeit dar, im Hochbeet hingegen können sie durch den Kontakt mit Erde und Wasser auch zum Keim eines vorzeitigen Verfaulen des Holzes werden.

Ob und wie stark ein Riss im Holz einen Makel darstellt, ist von derart vielen Faktoren abhängig (Tiefe, Breite, Art und Stelle des Risses im Bohlen), dass du im Zweifelsfall immer nochmal einen Experte (Fachmann aus dem Baumarkt oder Einzelhandel) zu Rate ziehen solltest. Mit einem Holzhochbeet hast du ein lebendiges Stück Natur im Garten stehen – und das fängt eben schon mit dem Material an, aus dem das Beet gefertigt wurde.

Holz-Veredelung

Veredlungsverfahren machen das Holz zwar haltbarer, aber belasten es auch mit Giftstoffen. Dies ist nicht gut für das Pflanzensubstrat und die Pflanzen und die Holzbretter müssen später als Sondermüll entsorgt werden. Etwaigen Makeln, wie Rissen oder Astlöchern, kann mit diesen Techniken überhaupt nur sporadisch beigekommen werden. Die Lebensdauer erhöht sich nur minimal.

Beete aus Kunststoff

Auch Hochbeete aus Kunststoff sind beliebt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kunststoff ist sehr witterungsbeständig, leicht und preiswert! Damit eignet sich das Hochbeet aus Kunststoff nicht nur für Terrasse und Garten, sondern vor allem auch für den Balkon.

Kleine Beete lassen sich leicht anheben und verstellen, gleichzeitig verhindert der Kunststoff Verwitterungs- oder Verfallserscheinungen. Lediglich zu einigen leichten Verfärbungen kann es nach einiger Zeit im direkten Sonnenlicht kommen, obwohl die meisten Modelle, die auf dem Markt erhältlich sind, mittlerweile über eine besondere UV-Stabilität verfügen.

Erhöhte Beete aus Kunststoff gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, optimal eingerichtet für unterschiedliche Körpergrößen und Bedürfnisse. Mit intelligenten Kunststoffbausätzen, bei denen du aus handlichen Kleinteilen ganz individuelle Beete zusammenbauen kannst, kannst du auch größer denken und abseits der handelsüblichen Standardmaßen.

Alle Vorteile und Nachteile auf einen Blick:

Vorteile Nachteile
• sehr witterungs- und verfallsbeständig • (künstliche) Optik
• leichtes Material • Stabilitäts- und Statikprobleme (bei einigen Modellen)
• leichter Auf- und Abbau (Ohne viel Werkzeug) • Umweltverträglichkeit bei nicht-recycelbaren und lebensmittelechten Kunststoffen
• Einsatz auch auf dem Balkon
• durch Bausätze individuelle Gestaltungsmöglichkeiten des Beetes
• zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten und Zubehör

Individualisierungs- und Erweiterungsmöglichkeiten

Der größte Vorteil der Hochbeete aus Kunststoff sind jedoch unübersehbar die unglaublich große Auswahl des Zubehörsortiments und ihre allgemeinen Erweiterungsmöglichkeit. Ob Schneckenkante oder Frühbeetaufsätze, die meisten Anbieter von Hochbeeten aus Kunststoff bieten auch eine riesige Auswahl an praktischen Aufbauten und Extras an.

Nachteil des Kunstoffmaterials ist seine Optik: Auch detailgetreue Holz- oder Steinimitationen wirken noch immer wie Imitationen aus Plastik.

Außerdem solltest du die statische Stabilität des Materials beachten: Hochbeete aus Kunststoff sind zur Nutzung als erdgefüllte Beete ausgelegt. Gerade dem Druck von nachrutschender Erde und organischem Drainagematerial muss das Hochbeet standhalten. Darüberhinaus ist der Kunststoff druckempfindlich, eignet sich also keinesfalls für die Hangabstützung! Gerade in der statischen Konstruktion von Kunststoffhochbeeten gab es in der Vergangenheit mehrere Experimente.

Ein viel diskutierter und umstrittener Punkt von Hochbeetgärtnern im Internet ist die Umweltverträglichkeit und die Auswirkung des Kunststoffmaterials auf die Erde und Pflanzen. Wir empfehlen dir darauf zu achten, dass die Bausteine unbedingt aus recyceltem und lebensmittelechtem Material bestehen.

Beete aus Metall

Auch bei Hochbeeten aus Metall gibt es unterschiedliche Ausführungen. Hier entscheidet vor allem der persönliche Geschmack und der Stil der restlichen Gartenanlage über das zu verwendende Material.

Besonders modern wirken vor allem Hochbeete aus glattem oder mattem Edelstahl. Dieses hat vor allem zum Vorteil, das er als Grundlage für das Hochbeet eine fast unbegrenzte Lebensdauer hat. Durch die Legierung rostet der Stahl sehr langsam und sollten durch Kontaktkorrosion doch einmal Rostspuren auftreten, reicht schon ein wenig Pflege um den Stahl wieder zum Glänzen zu bringen.

Für Nostalgiker empfiehlt sich eine Variante des Metallhochbeetes: Edelrost wirkt robuster und zugleich rustikaler in der Optik. Die auf dem Markt gängigen Modelle bestehen meistens aus Stahlblech und sind mit einer feinen Rostschicht überzogen. Vorsicht ist hier beim Aufbau und Transport der Beete geboten: Die anfangs noch recht dünne Rostschicht färbt leicht ab (ist sogar in einigen Fällen vollständig abwaschbar).

Nach etwa einem Jahr im Freien hat sich die Patina dann aber so verfestigt, dass sie kaum noch abfärbt. Eine besondere Pflege ist hier nicht von Nöten. Hochbeete aus Edelrost verlieren mit den Jahren an Materialstärke, da sich die Rostpatina durch die Stahlblechunterlage arbeitet. Doch mit einer Durchrostzeit von zirka 15 bis 20 Jahren haben diese Beetkonstruktionen noch immer eine deutlich höhere Lebenszeit als jene aus Holz.

Hochbeete aus Metall benötigen Pflege

Zum zusätzlichen Schutz für die Außenschicht gibt es spezielle Öle zum Auftragen. Sie dringen in die Porenschicht des Rosts ein, versiegeln diese vor Wasser und sichern so vor dem weiteren Rostprozess. Allerdings zeigen einzelne Erfahrungen mit Siegel-Öl, dass es zu Verfärbungen der Außenfläche des Hochbeetes kommt. Hersteller erklären außerdem, dass keine Innenfolie benötigt wird, da die nasse Erde die Korrosion der Innenwand nur marginal befördert, aber für eine Erhöhung der Lebensdauer empfiehlt sich trotzdem die Anbringung einer zusätzlichen Noppenfolie, die das Wasser von der Innenwand abhält und aus dem Beet ableitet.

Vorteile Nachteile
Edelstahl • elegante, zeitlose Optik
•lange Haltbarkeit
• Wärme- und Feuchtigkeitsdämmung notwendig
• schwer und unhandlich
• wenig veränderbar in der Form
• ressourcenaufwendige Herstellung
Edelrost • rustikale Optik • Rostpatina färbt/löst sich anfangs ab
• verringerte Haltbarkeit durch Rostpatina
• schwer und unhandlich
• wenig veränderbar in der Form
• ressourcenaufwendige Herstellung
Aluminium • leichter als Edelstahl
• biegsamer
• weniger edle Optik
• Wärme- und Feuchtigkeitsdämmung notwendig
• ressourcenaufwendige Herstellung

Lange Haltbarkeit und edle Optik

Allen Beeten aus Metall ist die lange Haltbarkeit und die edle, moderne Optik gemeinsam. Doch gibt es auch klare Nachteile: Die Hochbeetkonstruktionen sind zunächst schwer und unhandlich! Hier empfiehlt sich eine Variante, bei der die Beetkonstruktion aus leichtem Aluminium besteht. Dieses ist ebenso korrosionsunempfindlich, hat aber ein deutlich geringeres Gewicht als die Stahlaufbauten und kann somit leichter bewegt werden.

Ein schwerwiegender Nachteil im Vergleich zu anderen Hochbeetmaterialien ist die Unveränderlichkeit des Metalls. Fertig verschweißte Metallhochbeete können nach dem Aufbau nicht mehr verändert werden. So sind beispielsweise selten Modelle auf den Markt, die eine auch für ältere Menschen angenehme Arbeitshöhe von 70cm oder mehr aufweisen. Eine Höhenaufstockung ist in diesem Fall meistens gar nicht möglich, da die Schnittkanten der Hochbeete zur Sicherung umgebogen und gepfalzt werden und so keine Fläche zum Aufsetzen weiterer Bleche bieten.

Auch das Zurechtschneiden der Bleche mittels einem Dremel oder einer Blechschere ist eine mühsame Arbeit und wird von den meisten eher gescheut. Solltest du also ein Hochbeet aus Metall wünschen, überlege dir vorher sehr genau Form und Standort des Beetes. Gerade in einer fest eingebauten Out-Door-Küche, kommt die edle Optik eines Metallhochbeets sehr gut zur Geltung.

Unterschied zu erhöhten Beeten aus Holz

Im Unterschied zu Holz ist Metall ein guter Wärmeleiter. Dies kann dir und deinem Beet in den heißen Sommermonaten Probleme bereiten, denn Beete, die aus Metall bestehen, transportieren die Hitze des Tages ins Innere des Beetes. Damit jedoch neigt das Beet noch schneller zur Austrocknung, als es erhöhte Beete durch ihren größeren Sickerungsfaktor ohnehin tun.

Gegen diesen Effekt werden nässeunempfindliche Isolierplatten empfohlen, die das Beet sowohl vor zu großer Erhitzung der Erde durch die Außenhülle als auch vor zu großem Wärmeverlust schützen. Diese Platten bestehen meistens aus Polystyrolhartschaum. (XPS Material)

Ein weiterer Nachteil des Hochbeets aus Metall, im direkten Vergleich mit solchen aus Holz, ist seine weniger umweltfreundliche Herstellung. Während Holz zu den regenerativen, das heißt nachwachsenden Rohstoffen gehört und klimafreundlich verarbeitet werden kann, ist die Metallherstellung und -verarbeitung ein ressourcenintensiver Prozess.

Aus den oben genannten Gründen wird Metall häufiger in der Kombination mit anderen (natürlichen) Materialien verarbeitet.

Beete aus Stein

Dauerhaft Natur
Neben Hochbeeten aus Holz erfreuen sich besonders solche aus Stein einer großen Beliebtheit. Als Gartengestaltungselemente sind sie meistens von sehr dauerhafter Natur: gegossener Beton, große, einzementierte Betonsteinscheiben sowie gemörtelte Natursteinwände lassen sich nicht einfach wieder abbauen und sollten daher erst nach einiger genauer Planung gesetzt werden.

Ebenso wie bei Hochbeeten aus Holz, können beim Bau mit Steinen zahlreiche verschiedene Gesteinsarten benutzt werden. In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Baumaterialien und ihre Vor- und Nachteile für dich aufgelistet.

Naturstein

Steinart Vorteile Nachteile
Ausgewählte, bearbeitete Steine • Auswahl aus vielen Farben und Größen
• kleinere Elemente können selbst aufgebaut werden
• teuer
• Bearbeitung der Steine evt. vom Fachmann
• dicke, raue Außenwände
Palisaden • mehrere Gesteinsarten zur Auswahl
• Eignung zur Hangabstützung
• teuer
• Einbetonierung nötig

Mauerstein

Steinart Vorteile Nachteile
Frostfester Klinker • schöne Optik
• schmale Materialstärke
• schwieriger Aufbau
Kellerstein • leichter Aufbau • dicke Materialstärke
• muss abgedichtet werden (Folie)
• benötigt Unterlage (Dachpappe)
Natursteine • schöne Optik • teuer
• schwieriger Aufbau (Fachmann)
• hohe Beete nur mit Ringanker und zweireihig möglich

Beton

Steinart Vorteile Nachteile
Betonpalisaden • preiswert
• eigener Aufbau möglich
• Einbetonierung nötig
L-Steine, Mauerscheiben • relativ preiswert
• nüchterne, glatte Wände
• Eignung zur Hangabstützung
• Aufstellung nur mit Maschinen möglich
Mauersysteme • relativ preiswert
• Auswahl in verschiedener Optik
• eigener Aufbau möglich
• Hangabstützung möglich (ggf. mit Fundament)
Ortbeton • alle erdenklichen Beetformen möglich
• keine schweren Materialien
• sehr teuer
• großer Werkzeug- und Materialaufwand
• Aufbau nur durch Fachmann
• schwieriger Aufbau (Schalung, Moniereisen, Fundament)
Schachtringe • preiswert
• schnell und einfach aufgebaut
• verschiedene Größen und Höhen erhältlich
• nüchterne Optik muss ggf. verziert werden
• Maschinen zum transport nötig

Beim Bau eines Hochbeetes solltest du dir zunächst überlegen, wo und wie du das Beet errichten möchtest. Diese ist in erster Linie abhängig von der Statik deines Baugrunds. Steinhochbeete eignen sich (anders als die meisten anderen Hochbeetbaumaterialien) vor allem zur Abböschung und Sicherung von Hängen, können aber auch als einzelstehende Elemente den Raum deines Gartens verschönern. Aus der Wahl des Standortes begründet sich die Form des Hochbeetes und die verwendete Gesteinsart.

Von Schrägen…

Zur Abböschung empfehlen wir dir Betonstein. Hier eignen sich vor allem sogenannte L-Steine oder Mauerscheiben, sowie Betonpalisaden, denn sie können selbst aufgestellt werden. Zu beachten ist jedoch, dass du die Steine in ein Betonfundament gießen musst, damit sie dem Hangdruck widerstehen können. Betonpalisaden müssen bis zu einem Drittel ihrer Länge einbetoniert werden. Außerdem müssen die zum Teil sehr schweren Elemente mit entsprechenden Maschinen an Ort und Stelle gesetzt werden, was den Gesamtpreis für den Aufbau des Hochbeetes deutlich erhöht.

… und Ebenen

Willst du ein alleinstehendes Hochbeet in deinem Garten errichten, kannst du dies auch aus kleinen Naturstein- oder Betonsteinelementen tun. Hierbei ist entscheidend, wie du die Steine aufeinander schichtest.

Verwendest du Mörtel zwischen den einzelnen Steinelementen, kann das Hochbeet später nicht mehr einfach abgebaut werden, garantiert dir aber eine größere Statik. Das ist vor allem bei schwierigem Untergrund und bei einem hohen Hochbeet von Bedeutung.

Gemörtelte Steinmauern können bis zu 1 m aufgeschichtet werden, während beim Bau ohne Mörtel üblicherweise maximal eine Höhe von 60 cm erreicht werden kann. Diese eignen sich hauptsächlich für Sitzhochbeete. In der Trockenbauweise werden die großen Steinelemente mit kleineren Teilen und Splittern so verkeilt, dass sie nicht wackeln.

Beim Kauf der Steine solltest du auf Form und Aussehen der Steine achten: Eventuell müssen die Steine nachträglich behauen werden. Da dies die wenigsten Laien selbst können, muss hier eventuell nochmal ein Fachmann ran. Beim Aufbau musst du beachten, dass du die Steine mit einer Neigung von mindestens 10° Grad schichtest und dass die Konstruktion dem Innendruck der nassen Erde standhält. Wir empfehlen dir außerdem die Auslegung eines Vlies’, damit die Erde nicht durch die Ritzen der Außenwand gerät.

Kalksandsteinelemente sind schmal und frostfest, damit gewinnst du im Vergleich eine größere Nutzfläche für das Beet und sicherst die Wurzeln vor dem Erfrieren im Winter. Doch müssen sie ab einer gewissen Höhe mit Montiereisen verstärkt werden, deren Installation du am besten einem Fachmann überlässt.

Auch Naturstein muss durch einen zweireihigen Aufbau und der Verwendung eines Ringankers gesichert werden. Ebenso können Hochbeete aus Kellersteinen errichtet werden. Der Aufbau ist aufgrund des geringen Gewichtes des Materials einfach. Jedoch musst du beachten, dass Kellersteine kaum wärmeisolierend und dicht sind. Deshalb solltest du beim Aufbau Dachpappe unter die Steine legen und das Beet mit Folie auskleiden, damit das Wasser beim Gießen des Beetes nicht aus den Rillen der Steine dringt und versiegt.

Sehr einfach im Aufbau sind vor allem Hochbeete aus langen Betonsteinplatten. Hierbei betonierst du jeweils einen Betonpfosten mit U-Profilen in die Ecken des Beetes und steckst anschließend die dünnen Betonsteinplatten in die vorgesehene Nut zwischen den Pfosten. So kannst du dein Beet in beliebiger Höhe und Größe errichten. Die Optik dieser Beete ist grau und nüchtern, hat aber dadurch auch eine gewisse Zeitlosigkeit.

Zum Gießen eines Hochbeetes aus Ortbeton brauchst du das nötige Know-How und Equipment, welches meistens nur der Fachmann besitzt und einsetzen kann, weshalb diese Art des Hochbeetbaus eben auch die teuerste ist. Das Anbringen der Betonschalung und des Montiereisens erfordert große Kenntnisse in Statik und im Umgang mit Flüssigbeton.

Wir raten dir deshalb: Wenn du darin keine Erfahrung hast, suche dringend einen Fachmann auf. Die Vorteile von Flüssigbeton liegen auf der Hand: Es lassen sich damit alle erdenklichen Formen und Größen bauen! Den zumeist rechteckigen oder runden Begrenzungen aller anderer Baumaterialien (auch Holz, Kunststoff und Metall) bist du derart nicht ausgesetzt und kannst deine Kreativität im Garten vollkommen entfalten.

Eine günstige Variante: Schachtringe

Zuletzt möchten wir dich auf eine sehr preiswerte und flexibel einsetzbare Variante des Hochbeetbaus aus Steins hinweisen: Schachtringe. Schachtringe sind Bauteile aus wasserundurchlässigem Beton, die im Kanal- und Schachtbau im Straßen- und Tiefbau eingesetzt werden.

Im Baustoffhandel erhälst du einfache Schachtringe für wenig Geld. Die Vorteile: Schachtringe müssen zwar mit Maschinen an deinen Garten gefahren werden (am Besten direkt an Ort und Stelle des Hochbeets, wenn du es einrichten kannst), sind aber durch ihre runde, stabile Form problemlos von zwei Erwachsenen transportierbar. Außerdem gibt es diese Betonringe in zahlreichen Größen von Durchmesser, Höhe und Stärke der Wand, so dass sich ebensoviele Einsatzmöglichkeiten als Hochbeete in deinem Garten vorstellen lassen.

Darüber hinaus kannst du die Ringe kombinieren und aufeinander setzen (Kanten der Ringe haben eine Stufenpfalz) und so ganz individuelle Höhen deines Beetes bauen. Weil die Betonringe wasserundurchlässig sind, benötigst du keine Folie im Innern des Beetes und kannst den Ring nicht nur als Hochbeet verwenden, sondern auch als Brunnen oder Hochteich.

Schachtringe und andere Betonelemente haben eine wenig ansprechende Optik. Sie sind meistens aus glattem grauen Beton, der zwar modern, aber auch sehr schlicht wirkt. Du kannst das Beton-Hochbeet jedoch auf verschiedene Art und Weise schmücken und ihm so einen individuellen Stil geben. Mit wasserunlöslicher Wandfarbe gestrichen, kannst du es deinem Garten und Haus optisch anpassen. Außen angebrachte Weiden- und Haselruten lässt das Beet wie Körbe wirken (jedoch verfault das Material nach einigen Jahren). Mithilfe von Mosaiken, kleinen Natursteinen und Fliesen, die auf die Außenwände geklebt werden, können optisch reizvolle Akzente gesetzt werden.

Beete aus Mischmaterialien

Theoretisch lassen sich aus den hier vorgestellten Materialien Holz, Metall, Kunststoff und Stein unzählige Kombinationsmöglichkeiten vorstellen und schaut man über den nachbarlichen Gartenzaun, so findet man zum Teil eigenwillige und schöne Synthesen. Die gängigsten (auf dem Markt vorhandenen) Mischmaterialien-Hochbeete sollen hier vorgestellt werden.

Das optisch-ansprechenste und übliche Material aus dem Hochbeete hergestellt werden, ist sicher Holz. Die freundliche Maserung des Beetes passt perfekt in den naturbetonten Garten und stellt eine Einheit her, zwischen dem Bewuchs des Beetes und den übrigen Pflanzen, Hölzern und Gräsern des Gartens. Leider ist Holz jedoch auch anfällig für Verrottungprozesse, so dass die Freude über das schöne Beet beim Gärtner bald abnimmt.

Das Verfaulen des Holzes führt jedoch neben optischen Einschränkungen auch zu statischen Problemen des Beetes, weswegen du nach einigen Jahren das Hochbeet in Teilen oder ganz auswechseln musst. Da mit dem Bewässern der Pflanzenerde, dem Ausbreiten des Wurzelwerkes der Pflanzen und schließlich dem Zusammensacken der Erde durch Verrottungsprozesse in der organischen Drainageschicht extremer Druck auf die Wände des Beetes entstehen können, kommt es hier bei älterem Holz schnell zum Bruch und damit zur Auflösung des Beetes. Um hier eine permanente Statik zu gewährleisten, empfiehlt sich neben der generellen Pflege des Beetes auch die Kombination von Holz und haltbareren Materialien.

So finden sich auf dem Markt vor allem Holz-Metall-Kombinationen. In der gängigsten Variante werden Metallpfosten eingesetzt, zwischen denen dann die Dielen oder Bohlen aus Holz gesteckt werden. So kannst du auch eventuell verfaulte Dielen schnell und sicher gegen neue austauschen, ohne das gesamte Beet erneuern zu müssen.

Da die Metallpfosten über ein entsprechendes U- oder T-Profil verfügen sollten, um einen einfachen Aufbau zu gewährleisten, empfehlen wir den Erwerb schon fertiger Bausätze. Im Unterschied zur Blockbauweise aus reinem Holz, kommt es hier nicht zu Verrottungen der statisch-elementaren Eckbauteile. Außerdem kannst du mithilfe dieser Konstruktion sehr einfach individuelle Beete bauen, die sich jederzeit durch das Hinzufügen einzelner Eckpfeiler und Dielen jederzeit erweitern lassen. Einige Bausätze (wie das PIPE-System) ermöglichen sogar den einfachen Ausbau in der Höhe des Beetes.

Designhochbeet in elliptischer Form

Spezialanfertigungen
Auch Beete aus kompletten Metall- und Holzbauteilen sind möglich (wie das Design Hochbeet "Ellipsis"). Dabei handelt es sich jedoch meistens um Spezialanfertigungen von Hochbeetherstellern.

Sie brauchen eine genaue Planung und sind in der Regel auch
viel teurer als andere Beete.

WPC (Wood-Plastic-Composite)

Eine weitere Möglichkeit Hochbeete zu errichten, die zwar eine Holzoptik haben, jedoch ohne den lästigen Effekt der Verrottung daher kommen, liegt in der Verwendung von WPC-Dielen. WPC (Wood-Plastic-Composite) ist ein synthetisch hergestelltes Material, bei dem Recycling-Kunststoff mit Holzfasern oder -mehl gemischt wird.

Das optisch-ansprechenste und übliche Material aus dem Hochbeete hergestellt werden, ist sicher Holz. Die freundliche Maserung des Beetes passt perfekt in den naturbetonten Garten und stellt eine Einheit her, zwischen dem Bewuchs des Beetes und den übrigen Pflanzen, Hölzern und Gräsern des Gartens. Leider ist Holz jedoch auch anfällig für Verrottungprozesse, so dass die Freude über das schöne Beet beim Gärtner bald abnimmt.

Aufgrund ihrer längeren Haltbarkeit und Holzoptik werden sie meistens als Baumaterial für Terrassen eingesetzt, können aber auch ein sehr gutes Material für Hochbeete sein, da sie stabil sind, eine natürliche Optik haben und kaum verrotten. Durch den Holzanteil im Material sind WPC-Dielen zwar elastischer und stabiler als reiner Kunststoff, jedoch noch immer brüchiger als richtiges Holz.

Mischmaterialien - Vor- und Nachteile

Material Vorteile Nachteile
Holz-Metall • größere Stabilität, durch Ersetzung der statisch-wichtigen Teile mit Metall
• höhere Langlebigkeit des Beetes
• individuelle Gestaltung/Erweiterung des Beetes
• teurer
• komplexerer Aufbau
Wood-Plastic-Composite (WPC) • größere Stabilität des Materials gegenüber reinem Kunststoff
• höhere Langlebigkeit
• Holzmaserungsoptik, aber auch in vielen Farbschattierungen zur Auswahl
• höherer Bruchfaktor als Holz
• billiger als Holz
Holz-Stein • höhere Langlebigkeit
• größere Stabilität (Hangbau)
• ansprechende Optik
• schwieriger Aufbau
• teuer

Unterfahrbare Hochbeete und Tischbeete

Neben den hier vorgestellten klassischen Hochbeeten, existieren auch noch besondere Hochbeetformen.

Das Tischbeet, ein erhöhter Pflanzkasten, wird von den meisten Gartenfachleuten auch zu den Hochbeeten gezählt, wobei sie sich in Funktion und Bauart vollkommen voneinander unterscheiden.

Einfach Gärtnern auf Terrasse und Balkon

Während in einem Hochbeet die Pflanzenwurzeln Kontakt zum natürlich gewachsenen Boden haben, sind die Pflanzen in einem Tischbeet lediglich auf das eingebrachte Substrat angewiesen. Zudem kann das Wasser in einem Hochbeet durch die Drainageschicht in den natürlichen Boden abfließen. So wird ein Wasserstau in der Erde und ein Ertränken der Wurzeln vermieden. Beim Bewässern eines Tischbeetes musst du darauf achten, dass du - ähnlich wie bei Topfpflanzen oder Balkonkästen - die Erde nicht zu stark tränkst.

Diese sehr unterschiedlichen Konstruktionsmerkmale wirken sich deutlich auf die Bepflanzung und Nutzung der Beete aus.

So sind Tischbeete vor allem komfortabel im Transport. Sie lassen sich schnell und einfach ab- bzw. aufbauen und eignen sich auch für Balkon und gepflasterte Terrassen, wo üblicherweise kein natürlicher Mutterboden vorhanden ist. Außerdem sind sie sehr viel sparsamer im Materialverbrauch - durch das Wegfallen der Drainageschicht sparst du Geld und Mühe.

Durch die Begrenztheit des Erdvolumens eignen sich für Tischbeete lediglich niedrigwurzelnde Pflanzen. Kommt das Beet (in den meisten Fällen) draußen zum Einsatz, solltest du außerdem darauf achten, dass die Pflanzen besonders extreme Witterungen widerstehen können (Trockenheit, Kälte). Hierfür eignen sich besonders winterharte Sedum (Fetthenne, etc.) und Steingartenpflanzen.

Rollstuhlgerechtes Be(et)pflanzen

Tischbeete eignen sich vor allem für Menschen, die im Rollstuhl sitzen, weil sie unter die Bepflanzungsfläche fahren und so die Arbeiten am Beet bequem vornehmen können. Gerade im therapeutischen Bereich in Einrichtungen für körperlich Behinderte und Senioren werden diese Beete gern eingesetzt. So müssen bewegungseingeschränkte Menschen nicht auf die Arbeit im "Grünen" verzichten und können ihre Kreativität frei entfalten.

Um jedoch ein Arbeiten am Tischbeet zu gewährleisten, müssen bestimmte Regeln des Hochbeetbaus unbedingt eingehalten werden. Die Bepflanzungsfläche sollte etwa auf einer Höhe von 85 bis maximal 95 cm liegen, der Unterbau des Beetes aber mindestens 65 cm hoch sein, damit ein gängiger Rollstuhl bequem hinein passt.

Damit gerade Rollstuhlfahrern die Arbeit am Beet erleichtert wird, empfiehlt es sich ein Tischbeet zu errichten, dass auf einem mittleren Sockel, statt auf vier Tischbeinen, steht. Somit haben Beine und Stuhl ausreichend Platz unter dem Beet. Außerdem hat die Erfahrung gezeigt, dass rollstuhlgeeignete Beete einfacher gepflegt werden können, wenn sie keine scharfen, rechtwinkligen Ecken haben, sondern ganz rund oder vieleckig sind. Derart ist es für den Rollstuhlfahrer einfacher, um das Beet herum zu manövrieren.

Die Breite des Beetes sollte nicht zu groß sein, damit auch die hinteren Pflanzen gepflegt werden können. Als Faustwert für die Bemaßung kann etwa eine Armlänge genommen werden, ist das Beet von mehreren Seiten zugänglich auch die doppelte Länge. Oftmals stellt sich gerade die Pflege und insbesondere die Bewässerung aus dem Rollstuhl heraus schwierig dar. Eine Gießkanne muss aus dem Sitzen heraus angehoben und über Kopf gehandhabt werden, was weder rückenfreundlich noch bequem ist. Hierfür existieren jedoch mittlerweile intelligente Bewässerungsmöglichkeiten, mit denen das Beet ohne große Bewegungen und schweres Heben gegossen werden kann.

Auch Tischbeete gibt es in den verschiedenen Materialien mit dementsprechenden Optiken und materiellen Besonderheiten, am häufigsten jedoch als Holzkonstruktionen, die schnell, sicher und ohne großen Werkzeugbedarf aufgebaut werden können.

Wasser marsch! Aber richtig…

Zu einer stabilen Konstruktion aus Holz kommt meistens eine Inneneinlage aus Metall, die unten mit größeren Löchern perforiert ist, damit das Gießwasser abfließen kann. Von Herstellerseite und aus Erfahrung von Hochbeetgärtnern wird dir jedoch zusätzlich zu einer Auslage eines Drainagevlies' geraten. Dieses Gewebe saugt das Wasser an und filtert es von Erde, sodass dir keine Pflanzenerde durch die Entwässerungsperforierung verloren geht.

Echte Gartenarbeit auch für Rollstuhlfahrer

Eine gute rollstuhlgerechte Lösung zwischen klassischem Hochbeet mit Bodenkontakt und Tischbeet stellen die unterfahrbaren Hochbeete dar. Diese bestehen meistens aus einer Kombination von Tisch- und Hochbeet (einseitig befahrbar) oder Tischbeeten mit besonders breitem mittlerem Sockel (beidseitig befahrbar). Der Sockel ist hierbei hohl und unten offen, sodass er Kontakt zu dem natürlich gewachsenem Boden hat.

Der Sockel selbst ist mit Drainagematerial gefüllt. Damit Rollstuhl und Beine ausreichend Platz unter dem Hochbeet finden, sollte die auf dem Sockel ruhende Pflanzwanne ca. 40 cm über den Sockelrand reichen. Die Wanne ist mit einem Drainagevlies ausgelegt, welches das Wasser ansaugt, filtert und zum Drainagematerial abführt. So kann sämtliches Gießwasser aus dem Beet abgeleitet werden, ohne dass es zu einem Stau im Beet kommt. Die Wanne sollte zudem eine leichte Neigung nach innen aufweisen. Derart gewinnt man auf der Bepflanzungsfläche von außen nach innen mehr Erdvolumen und kann so unterschiedlich Gewächse anbringen. Während im vorderen Teil niedrigwurzelnde Pflanzen und Kräuter gut gedeihen (bis ca. 10-15cm Tiefe), können zur Mitte des Beetes hin auch Tiefwurzler gesetzt werden – direkt über dem mittleren Sockel sogar Stauden, deren Ausläufer durch Drainagevlies und -schicht bis in den natürlich gewachsenen Boden reichen können.

Vorteile Nachteile
Tischbeet • preisgünstig
• wenig Material
• leicht aufzubauen
• Eignung für Balkon, gepflasterte Terrassen und Gewächshäuser
• Rollstuhlgerecht
• nur niedrigwurzelnde Pflanzen, da Begrenztheit des Erdvolumens
• kein optimaler Wasserabfluß
• kein Kontakt zu gewachsenem Boden
unterfahrbare Hochbeete • Kombination aus Hoch- und Tischbeet
• Rollstuhlgerecht
• auch tiefwurzelnde Pflanzen möglich, da Kontakt zu gewachsenem Boden
• bequeme Arbeit im Sitzen
• nimmt viel Platz ein
• schwierige Befüllung
• teuer (evtl. Spezialanfertigung)

Wie du dein Hochbeet befüllst

Der Inhalt eines Hochbeet besteht aus vier Schichten. Diese unterstützen den Zersetzungsprozess des Kompostes, in dem sie Wärme und die für die Pflanzen wichtigen Nährstoffe freisetzen.

Schicht Höhe Füllmaterial Hinweise
1 ca. die Hälfte der Beet-Höhe Baum- und Strauchschnitt Baum- und Strauchschnitt findest du auch im Wald
2 ca. 20 Zentimeter Laub und Grünabfälle, alternativ Heu, Häckselgut oder feiner Strauchschnitt Nach der zweiten Schicht solltest du verdichten, also festtreten.
3 ca. 10 Zentimeter grober Kompost Ebenfalls möglich: bereits verrottetes Laub oder anderer organischer Abfall.
4 restl. Füllmenge Muttererde, vermischt mit Feinkompost Dein Hochbeet ist nun befüllt und kann bepflanzt werden!
Skizze der Schichten im Hochbeet

Hochbeet für Frühbeete nutzen

Der Frühe Gärtner, genießt mehr Natur
Der nächste Frühling naht! Wer bereits ein Hochbeet im Garten errichtet hat oder nun plant eines aufzubauen, kann jetzt schon mit Frühbeetaufsätzen arbeiten. Wir verraten dir was du dabei beachten solltest.

Um eine erfolgreiche und vor allem reiche Ernte einfahren zu können ist es von Vorteil, das Hochbeet im Frühjahr zu einem Frühbeet um zu funktionieren. Es eignet sich besonders gut um Kulturen aufzuziehen bzw. Ablegerpflanzen gedeihen zu lassen und auf die Ausbringung vorzubereiten. Mit dieser Methode kannst du die Anbauperiode vieler Nutzpflanzen um einige Zeit verlängern.

Reich an nährstoffreicher Erde, geschützt und unter kontinuierlichen Temperaturen, können sich deine Pflanzen so ungestört entwickeln. Ein erhöhtes Frühbeet zieht alle wesentlichen Vorteile aus dem Hochbeet und lässt die Keimlinge optimal gedeihen.

Pflanzen und Setzlinge

Für die Bepflanzung eines Frühbeetes sind im eigentlichen Frühjahr nur Pflanzen geeignet die niedrige Temperaturen von vornherein gewöhnt sind. Dazu zählen die meisten Kohl- und Rettichsorten. Frostempfindliche Kulturen sollten erst im späteren Frühling oder Frühsommer in das Frühbeet eingebracht werden.

Gartenbauexperten unterscheiden bei der Auswahl der Setzlinge und der angewendeten Anbautechnik zwischen einem "warmen" und "kaltem" Frühbeet. Dabei zeichnet sich das erhöhte Frühbeet vor allem als “warmes” Beet aus, da hierbei eine organische Schicht aus Küchenabfällen, Sägemehl oder Mist für eine Wärmepackung im Beet sorgt und die Setzlinge auch bei niedrigen Temperaturen wachsen können. Welche Pflanzen du wann im Frühbeet ziehen kannst erfährst du in unserem Pflanzkalender.

Schutz der Setzlinge im Frühbeet

Die Setzlinge sollten vor Witterung und äußeren Einflüssen geschützt werden. Dies kann mit Hilfe von einfachen Gärtner-, Abdeckfolien, Folientunneln, Frühbeetscheiben aus Gartenplank- oder PLEXIGLAS, witterungsbeständigen Vlies und Zeitungspapier bewerkstelligt werden. Sie schützen das Beet und die Setzlinge vor Vögeln und Ungeziefern, sowie Regen, Wind, Hagel, Schnee und zu viel Sonne. Der Treibhauseffekt erzeugt dazu noch einen zusätzlichen Wärmestau im Beet und bietet eine gute Grundlage für das Wachstum der Aussaat.

Wichtig ist, dass die Innentemperatur des Frühbeetes konstant zwischen 22 und 25° Celcius liegt. Unterschätze dabei nicht die Kraft der Wintersonne! Gerade bei einfachen, selbstgebauten Frühbeetlösungen mit Folien, die keinen ausreichenden Sonnenschutz haben, können die Pflanzen durch zu große Temperaturen im Beet eingehen. Daher solltest du das Beet immer ordentlich lüften. Die allermeisten Frühbeet-Bausätze verfügen über Lüftungsöffnungen und -mechanismen, einige sogar über vollautomatische, welche die Pflege der Beetpflanzen erheblich erleichtert.

Baumärkte und verschiedene Internetanbieter vertreiben sehr robuste Fertiglösungen für Frühbeete. So wird u.a. von der Firma Juwel ein Frühbeetaufsatz aus Aluminium und doppelwändigen Polykarbonat-Platten passend zu ihren Hochbeet-Bausätzen angeboten. Diese Option ist besonders für Anfänger geeignet. Erfahrene Gartenfreunde können sich aber auch selbst einen Frühbeetschutz bauen.

Frühbeet selbst bauen

Ein Foliendach kann man relativ einfach mit Hilfe von Rundstäben (Federstahlrundstäben) sowie witterungsfester Folie oder Vlies selbst bauen. Dazu werden Löcher in den oberen Beetrand im Abstand von ca. 5 bis 7 cm Abstand gebohrt. Der Durchmesser sollte dem der verwendeten Stäbe gleichen. In diese werden dann die einzelnen Stäbe gesteckt. Darüber wird nun die Abdeckung gezogen und sicher befestigt. Sollte das Dach seinen Dienst erfüllt haben kann es leicht wieder abgebaut werden. Die Löcher können mit kleinen Dübeln oder Holzstiften verschlossen werden. Um die regelmäßige Lüftung zu erleichtern kannst du die Abdeckung auf einen Rundstab aufwickeln und am anderen Ende an einem Haken einhängen. Falls die Befestigung der Rundstäbe direkt im Beetmaterial zu heikel ist, können auch rostfreie Ösen an die obere Innenkante des Beetes geschraubt werden. Hier können die Rundstäbe dann eingesteckt werden. Auch aus alten Fensterscheiben kann ein Frühbeet für das Hochbeet errichtet werden. Vor allem Gartenblankglas eignet sich hervorragend dafür, denn es ist stabiler als Folien und schützt darüber hinaus die Pflanzen vor schädlichen UV-Strahlen. Dafür ist es umso brüchiger. Legst du Wert auf größere Stabilität und einfachere Verarbeitung, solltest du als Material für den Frühbeet-Aufsatz Polykarbonat-Platten oder PLEXIGLAS wählen. Diese sind besonders kratzfest und wesentlich bruchfester als Glas, wobei sie sonst alle positiven Eigenschaften mit ihm teilen. Außerdem ist der Kunststoff einfacher zu schneiden und zu verarbeiten. Polykarbonat-Platten sind darüber hinaus sehr viel günstiger als Glasscheiben und PLEXIGLAS. Welche Materialien du auch immer für den Eigenbau eines Frühbeetes nutzt, die Kosten werden sich durch den Anbau von Obst und Gemüse rasch amortisiert haben. Letztendlich kannst du das Beet über viele Jahre nutzen.

Sollte das Dach seinen Dienst erfüllt haben kann es leicht wieder abgebaut werden. Die Löcher können mit kleinen Dübeln oder Holzstiften verschlossen werden. Um die regelmäßige Lüftung zu erleichtern kannst du die Abdeckung auf einen Rundstab aufwickeln und am anderen Ende an einem Haken einhängen. Falls die Befestigung der Rundstäbe direkt im Beetmaterial zu heikel ist, können auch rostfreie Ösen an die obere Innenkante des Beetes geschraubt werden. Hier können die Rundstäbe dann eingesteckt werden.

Auch aus alten Fensterscheiben kann ein Frühbeet für das Hochbeet errichtet werden. Vor allem Gartenblankglas eignet sich hervorragend dafür, denn es ist stabiler als Folien und schützt darüber hinaus die Pflanzen vor schädlichen UV-Strahlen. Dafür ist es umso brüchiger.

Legst du Wert auf größere Stabilität und einfachere Verarbeitung, solltest du als Material für den Frühbeet-Aufsatz Polykarbonat-Platten oder PLEXIGLAS wählen. Diese sind besonders kratzfest und wesentlich bruchfester als Glas, wobei sie sonst alle positiven Eigenschaften mit ihm teilen. Außerdem ist der Kunststoff einfacher zu schneiden und zu verarbeiten. Polykarbonat-Platten sind darüber hinaus sehr viel günstiger als Glasscheiben und PLEXIGLAS.

Welche Materialien du auch immer für den Eigenbau eines Frühbeetes nutzt, die Kosten werden sich durch den Anbau von Obst und Gemüse rasch amortisiert haben. Letztendlich kannst du das Beet über viele Jahre nutzen.

Vorteile Nachteile
Gartenblankglas • UV-Schutz
• gute Stabilität
• bester Glashauseffekt
• teuer
• bei Neubau: Zuschnitt!
• schwierige Verarbeitung und Transport
• große Bruchgefahr
• Anfälligkeit für Kratzer
Polykarbonat • preiswert
• größere Stabilität und Bruchfestigkeit als Glas
• leichter Aufbau (eigenständiger Zuschnitt)
• leichtes Material
• UV-Beschichtung möglw. zusätzlich notwendig
• keine vollständige Transparenz
• Anfälligkeit für Kratzer
PLEXIGLAS • UV-Schutz
• größere Stabilität und Bruchfestigkeit als Glas
• leichter Aufbau (eigenständiger Zuschnitt)
• leichtes Material
• Kratzerresistent (PLEXIGLAS resist)
• teuer
• keine vollständige Transparenz
(Gärtner)Folie • sehr preiswert
• große Flexibilität
• einfacher Aufbau und Zuschnitt
• sehr leichtes Material
• wenig formbeständig
• nicht reißfest
• kein UV-Schutz
• schlechte Wärmeisolierung
• keine vollständige Transparenz
Folientunnel • preiswert
• einfacher Aufbau und flexibler Einsatz möglich
• als Systemset erhältlich
• leichtes Material
• kein UV-Schutz
• schlechte Wärmeisolierung
• nicht reißfest
• keine vollständige Transparenz

Hochbeete als Komposter nutzen

Erhöhte Beete und Komposter sind eine gute Kombination. Wir zeigen dir, wie du einen Komposter richtig anlegst, welche Fehler häufig bei der Kompostierung gemacht werden, wie du diese vermeidest und wie du die gewonnene Muttererde auf ihren Gehalt testen kannst. Die erhaltene Erde kannst du schließlich in deinen Beeten ausbringen und so langfristig bares Geld sparen!

Umweltfreundlich und Nährstoffreich

Der Komposter ist ein zuverlässiger und umweltfreundlicher Nährstoffspeicher. Er bietet bei richtiger Anlage und Pflege einige Vorteile. Der wichtigste ist wohl die Umwandlung von scheinbar nutzlosen Gartenabfällen in wertvolles organisches Substrat. Nach der Rotte ist dieser ein natürlicher Dünger der deinen Boden im Hochbeet verbessert und somit die Erträge und das Wachstum deiner Pflanzen steigert.

Des Weiteren stabilisiert er den ph-Wert deines Bodens im neutralen Bereich und unterstützt die Wasserspeicherung. Für Gartenfreunde mit einem Nutzgarten, ist vor allem die schneller Erwärmung und die Festlegung von Schadstoffen (werden so nicht von den Pflanzen aufgenommen) von größter Wichtigkeit. Der Hohe Nährstoffreichtum lockt nicht zuletzt auch nützliche Bodenlebewesen an, die für eine gute Durchmischung des Bodens sorgen.

Ausgemustertes Hochbeet nutzen

Für den Bau eines Komposters bedarf es nicht unbedingt einer Neuanschaffung. Es kann auch ein bereits bestehendes (altes) Hochbeet dafür genutzt werden. Ähnlich wie bei der Anlange eines normalen erhöhten Beetes werden hier verschiedene Schichten bestehend aus gehäckseltem Holz und Strauchschnitt mit Rasenschnitt, Laub, Stroh und samenfreien Unkraut, vermischt. Mit einer Erdschicht bedeckt kannst du dies weiterhin bepflanzen. Bei Bepflanzung kann Aufgrund der meist geschlossen Bauform des erhöhten Beetes die Muttererde meist nur Saisonweise, also nach der Ernte entnommen werden. Die erzielte Bodenwärme ermöglicht eine frühe Pflanzung, zügiges Wachstum und eine zeitige Ernte. Unterstützt durch senkrechte Regenwurmgänge verfault weder das Material, noch vertorft es.
 

Altes Hochbeet als Komposter

Einen Komposter richtig anlegen

Für das Anlegen eines guten Komposters ist vor allem der Standort entscheidend. Dieser sollte möglichst Schattig und windgeschützt gewählt werden. Dies ist in sofern wichtig um das austrocknen der oben liegend Schichten zu vermeiden und somit die Rotte zu gefährden. Heckensträucher oder aber auch Baumkronen sind ideale Schattenspender. Falls Sie ein altes Hochbeet oder ähnliches zum Komposter umfunktionieren wollen, dieses aber in eher ungeschützter Lage liegt, bietet sich das Anpflanzen von Sonnenblumen, Mais oder aber auch Kürbispflanzen mit Rankhilfen an. Diese schützen vor übermäßigen Wettereinflüssen und mögen durchlässigen, nährstoffreichen Boden. Ein weiterer Vorteil: sie bieten einen angenehmen Sichtschutz, da der Komposter meist als eher unschön im Gesamtbild des Gartens wahrgenommen wird.

Um deinen Kompster problemlos zu befüllen oder Erde abzunehmen, sollte der Zugang bequem möglich sein. Feste Gehwegplatten gewährleisten dir zusätzlich einen guten Zugang auch bei strengerem Wetter. Du solltest auch Fläche für das eventuell spätere Umsetzen des Komposters und Sieben einplanen. Die Mindestgröße des Komposters sollte ungefähr einen Kubikmeter betragen, um verwendbare Erde zu erhalten.

Als Füllmaterial solltest du eine ausgewogene Mischung von frischen und trockenen Gartenabfällen verwenden. Dazu gehören holziges Material (Strauchschnitt, Stroh, Säge, Hobelspäne) sowie Rasenschnitt, Gemüsereste, Hühner- und Kuhmist, samenfreies Unkraut. Nicht jedoch sollten kranke Pflanzen, Samen- und Wurzelunkräuter, sehr dicke Holzstücke, verdorbene Lebensmittel, Holzasche, Glas, Metall, Kunststoff und Gummi Ihren Weg in den Komposter finden.

Nährstoffgehalt im Kompost

Mikroorganismen zersetzen das holzige Material und den darin enthaltenen Kohlenstoff Das sorgt für eine gute locker, luftige Schichtung. Die pflanzlichen Komponenten liefern Stickstoff, weiter Nährstoffe und Feuchtigkeit, welche die Rotte beschleunigen.

Der Nährstoffgehalt ist stark von den verwendeten Ausgangsmaterialien abhängig. Ein Kompost mit hohem Mistanteil enthält schnell die fünffache Nährstoffmenge eines aus normalen Gartenabfällen bestehen Kompost. Schädlingsbefall ist hier aber auch schneller gegeben.

Der Kontakt zwischen Gartenboden und Verrottungsmaterial sollte wenn möglich unbedingt erhalten bleiben. Aufgelockerte Erde ermöglicht Regenwürmern und anderen nützlichen Abfallverwertern sich im Winter zurück zu ziehen. Beim Anlegen des Komposters ist die Befüllung in einem Zug die ideale Voraussetzung für eine kontinuierliche Rotte. Temperaturentwicklung sowie Mikroben werden so optimal gefördert. Später können dann weiter kleine Mengen zu geführt werden.

Zeitaufwand für einen Komposter

Ein Jahr solltest du für die fast vollständige Verrottung der Abfälle einplanen. Während des Sommers erfolgt die Hauptverrottung, aufgrund der höheren Temperaturen, während des Winters ruht diese fast vollständig. Mehrmaliges Umsetzen fördert die Verrottung, da auch Randmaterial mittig eingebracht werden kann.

Falls der Komposthaufen nur mit kleineren Abfallmengen befüllt wurde, ist meist nur die unterste Schicht als Erde zu verwenden. Es kann also nur ein geringer Teil des Kompostvolumens entnommen werden und somit nur wenig nachgefüllt werden. Es ist also ratsam in einen weiteren Behälter für das nicht verrottet Material Platz zu schaffen. Sonst ist die fortlaufende Entnahme von Kompost nicht zu umgehen.

Häufige Fehler beim Kompostieren

Beim Kompostieren können einige Fehler unterlaufen. Um z.B. herauszufinden ob dein Komposthaufen ausreichend Feuchtigkeit enthält, drückst du ein wenig Kompost in deiner Hand zusammen. Im Idealfall treten nur wenig Tropfen aus. Ein zu trockener Kompost ist auch an weißgrauem Schimmelbefall zu erkennen. Schimmelbefall lässt sich beim nächsten Umsetzen durch beimischen von feuchten Gartenabfällen beheben.

Zu feuchte Kompostierung
Ein sichtbares Merkmal zu feuchter Kompostierung, stellt das erhöhte austreten von Sickerwasser dar. Der sehr hohe Anteil an wasserreichen Gartenabfällen, sowie hoher Niederschlagsmengen sind meist die Ursache. Gegenmaßnahmen finden sich vor allem im anwelken von frischem Grasschnitt, Obst- und Gemüseresten, sowie trockenes Material beim Umsetzen bei zu mischen. Eine weitere Maßnahme ist das Abdecken des Komposters sowie für ausreichende Ablaufmöglichkeiten zu sorgen.

Fäule im Komposter
Für die Ausbreitung unangenehmen Geruchs ist mangelnde Durchlüftung und angefaultes Material verantwortlich. Die Verrottung findet weiterhin statt, allerdings ohne Sauerstoff, die Mikroorganismen produzieren so zunehmend schwefelhaltige Substanzen und organische Säuren. Häufig passiert dies vor allem bei vor gegärten Küchenabfällen. Bioabfälle sollten also nicht allzu lange in einem geschlossen Behälter lagern, sondern zügig auf dem Komposter entsorgt werden. Um den Geruch zu überlagern eignet sich schon fertige Gartenerde oder auch Mulch.

Wie oben bereits erwähnt sollte der Kompost im Idealfall in einem Arbeitsgang angelegt und eine Mindestgröße vom einem Kubikmeter haben. Für einen erfolgreichen Verrottungsprozess sind Temperaturen zwischen 50°C und 60°C unerlässlich. Bei kleineren Füllmengen entweicht die entwickelte Hitze zu schnell über die Oberfläche. Somit dauert die Verrottung erheblich länger.

Ungeziefer im Kompost
Um ungebetene Besucher wie Ratten, Mäuse, Fliegen und Schnecken zu vermeiden, sollte auf bestimmte Abfälle normal über den Hausmüll entsorgt bzw. geschickt verdeckt werden. Küchenabfälle auf dem Kompost solltest du mit fertigem Kompost oder Erde abdecken.

Richtiges Ausbringen deiner gewonnenen Kompostererde

Um die entstandene Erde richtig für Saatbeete verwenden zu können, bietet sich das Sieben an. Grobes, kaum zersetztes Material wird aussortiert und man erhält nährstoffreiche, feine Pflanzerde. Die Reste können dann für die nächste Rotte verwendet werden. Fertiger Kompost sollte niemals in den Boden eingearbeitet bzw. untergraben werden. Am besten eignet sich ein bedeckter milder Tag für die Ausbringung. Die mühevoll erzeugte Erde ist keinesfalls totes Material, sondern liefert eine Menge nützlicher Kleinstlebewesen, die bei übermäßiger Sonne absterben oder beim umgraben ersticken würden. Dünnes ausstreuen über die bestehende Erdschicht im Hochbeet ist ausreichend.
 

Kompost Kressetest

Der Kressetest
Ein bewährtes Hausmittel um die Qualität und den Nährstoffgehalt deines Kompostes herauszufinden ist der so genannte Kressetest.

Für den Test entnimmst du eine kleine Menge Kompost, füllst diesen in eine kleine Schale und feuchtest diesen leicht an. Säe nun eine kleine Menge Kressesamen darauf aus. Sollte deine Saat nicht innerhalb der nächsten 3 bis 4 Tage aufgehen, muss der Kommpost noch eine Weile rotten. Keimt dieser etwas, es erscheinen aber gelbliche Blättchen sollte dieses Kompost-Stadium für die Düngung von Rosen und Sträuchern verwendet werden. Dieses Zwischenstadium enthält meist etwas gröbere Stücke und deckt so als Mulchschicht die Erde. Kräftige, saftige Stängelchen und Blättchen weisen auf einen fertigen und sehr nährstoffreichen Kompost hin und kann somit ohne Probleme ausgebracht werden.